„Das ist völliger Unsinn“: Virgil van Dijk legt sich mit Reporter an

Bild: Carl Recine/Getty Images
Virgil van Dijk ist mit dem Bild, das nach dem WM-Aus der Niederlande im vergangenen Sommer von ihm gezeichnet wurde, nicht einverstanden.
Virgil van Dijk wehrte sich am Mittwoch vor dem Nations-League-Spiel gegen Deutschland deutlich. Laut ESPN ging van Dijk dabei die Diskussion direkt mit den anwesenden Journalisten ein.
Van Dijk widerspricht der Fünferketten-Erzählung
„Im Nachhinein ist es leicht zu sagen, wir hätten manches anders machen sollen. In den Medien wurde behauptet, es sei meine Idee gewesen, mit einer Fünferkette zu spielen. Das ist völliger Unsinn“, sagte van Dijk. Besonders die Darstellung, diese Taktik sei ursächlich für das Ausscheiden gegen Marokko gewesen, ärgerte den Abwehrchef.
„Es wurde maßlos aufgebauscht, als wäre das der Grund für unser Ausscheiden gewesen. Das war es nicht. Wir sind bei der Weltmeisterschaft einfach gescheitert. Das sind die harten Fakten“, stellte er klar. Nach dem Turnier habe er sich in den Urlaub zurückgezogen, um über seine Zukunft im Nationalteam nachzudenken.
Unterschiedliche Wahrnehmung im In- und Ausland
Van Dijk sieht sich dabei vor allem von der heimischen Presse ungerecht behandelt. „Sie und Ihre Kollegen spielen eine große Rolle für das Bild, das von mir vermittelt wird. Ich merke einen Unterschied zwischen der Art und Weise, wie ich in den Niederlanden und im Ausland wahrgenommen werde“, so der Liverpool-Verteidiger.
„In solchen Momenten wünscht man sich die Anerkennung aller, die die Niederlande verfolgen. Jeder sollte gleich behandelt werden“, ergänzte er.
Deutliche Worte zum Abschluss
„Es wurde viel Unsinn verbreitet, um mich noch schlechter dastehen zu lassen. Das passiert viel zu oft. Vielleicht habe ich mich ja gewehrt“, sagte der Kapitän. Besonders eine Aussage brachte für ihn das Fass zum Überlaufen.
„Mir wurde gesagt, Ronald und ich hätten den niederländischen Fußball ruiniert. Dann geht man aber eindeutig zu weit“, so van Dijk abschließend.