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Aber warum? Portugal setzt weiter auf 41-jährigen Cristiano Ronaldo

Bild: Molly Darlington/Getty Images

2030 ist Portugal einer der Co-Gastgeber der nächsten WM. Statt eines Neuaufbaus setzt die Fußball-Nation weiter auf Cristiano Ronaldo.

Cristiano Ronaldo ist erneut Teil der portugiesischen Fußballnationalmannschaft. So haben sich Portugals Fußball-Fans den Neustart ihrer Nationalmannschaft allerdings nicht vorgestellt.

Als der Titelverteidiger der Nations League knapp drei Monate nach dem enttäuschenden WM-Aus gegen Spanien zum ersten Mal wieder zusammenkam, begrüßte der 72-jährige Jorge Jesus im Teamquartier den 41-jährigen Superstar.

113 Jahre vereinte Erfahrung

Portugals neuer Trainer und sein scheinbar ewig weiterspielender Superstar sind zusammen 113 Jahre alt. Im Sommer 2030 sind die Portugiesen Co-Gastgeber der nächsten Fußball-WM, eigentlich der klassische Anlass für einen Umbruch.

Mit Jesus geht die Seleção stattdessen leicht ergraut in das erste Nations-League-Spiel gegen Wales an diesem Donnerstag sowie das Duell der Stürmerstars zwischen Erling Haaland und Ronaldo am Sonntag in Norwegen. Portugals größte Sportzeitung A Bola veröffentlichte dazu unter dem Titel „Jesus und die Apostel“ einen kritischen Kommentar.

Scharfe Kritik von der Heimatpresse

„Dankbarkeit rechtfertigt es nicht, dass er mit 41 Jahren weiterhin zwingend nominiert wird, geschweige denn einen Stammplatz in der Nationalmannschaft innehat“, heißt es darin. Besonders scharf fällt dabei der Verweis auf Ronaldos aktuelles Ligaumfeld aus.

„Und das auch noch, während er in einer Liga spielt, die eher am Rande des Weltfußballs steht und kaum internationale Bedeutung hat“, so das Blatt weiter. Seit 2023 spielt Ronaldo für den saudi-arabischen Klub Al-Nassr.

Auch Mbappé äußert sich zu Ronaldos Langlebigkeit

Selbst Kylian Mbappé sieht die außergewöhnliche Karrierelänge seines langjährigen Idols mit gemischten Gefühlen. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, ähnlich wie Ronaldo bis 41 für sein Land zu spielen, reagierte der Franzose mit einem Lachen.

„Seien wir ehrlich, angesichts des Landes, für das ich spiele: Frankreich würde mich niemals bis 41 spielen lassen“, sagte Mbappé.

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