Zweikampf-Monster Brassier greift nach der Führungsrolle

Bild: Neil Baynes/Getty Images
Lilian Brassier überzeugt bei Eintracht Frankfurt sofort. Der Neuzugang verändert mit seiner Präsenz bereits die Hierarchie der Abwehr.
Lilian Brassier hat bei Eintracht Frankfurt kaum Eingewöhnungszeit benötigt. Der Sommer-Neuzugang ist in der Innenverteidigung gesetzt und liefert bislang konstant starke Leistungen. Besonders in den direkten Duellen entwickelt sich der 26-Jährige zu einer wichtigen Stütze. Bereits nach wenigen Wochen stellt sich deshalb die Frage, ob Brassier die defensiven Lücken stopfen könne.
Brassier versteckt sich nicht
Nach Angaben der hessenschau gewinnt Brassier bislang 71 Prozent seiner Zweikämpfe. Dazu überzeugt der Franzose mit seinem Kopfballspiel und einer starken körperlichen Präsenz. Defensiv waren seine bisherigen Auftritte nahezu fehlerfrei, lediglich im Spiel mit dem Ball besteht noch Verbesserungspotenzial. Das Gesamtpaket macht ihn dennoch schon jetzt zu einem der Gewinner des Frankfurter Saisonstarts.
Für Koch bedeutet die Entwicklung nicht automatisch einen Bedeutungsverlust. Der 30-Jährige bleibt eine prägende Figur der Eintracht-Defensive, bekommt neben sich nun aber einen Spieler, der selbst Führungsanspruch entwickelt. Aus der erwarteten Verstärkung ist innerhalb weniger Wochen ein Konkurrent um die wichtigste Rolle in der Abwehr geworden. Brassiers Leistungen verändern damit früher als erwartet die Hierarchie in Frankfurts Hintermannschaft.
Brassier bringt demnach genau jene Zweikampfstärke und Präsenz mit, die Frankfurt im Zentrum derzeit benötigt. Bestätigt er seine Quote auch in den kommenden Wochen, dürfte die Diskussion um den Abwehrchef weiter an Fahrt aufnehmen. Aktuell sprechen die Leistungen jedenfalls dafür, dass die Eintracht ihren neuen Defensivführer bereits gefunden haben könnte.