BundesligaRB Leipzig

„Zwei Gesichter“: Diese Bilanz muss Demichelis dringend verbessern

Bild: Stuart Franklin/Getty Images

Nach dem 5:0 gegen den HSV wartet auf RB Leipzig die nächste Prüfung. Für Martin Demichelis geht es dabei um mehr als drei Punkte.

RB Leipzig hat mit dem deutlichen 5:0 gegen den Hamburger SV die erste Druckphase der Saison vorerst beendet. Ob die Mannschaft von Martin Demichelis tatsächlich einen Schritt nach vorn gemacht hat, muss sie allerdings erst noch beweisen. Am Sonntag wartet auswärts bei Bayer Leverkusen eine deutlich größere Prüfung.

Demichelis fordert ein anderes Auswärtsgesicht

Unter Demichelis überzeugte Leipzig bislang vor allem im eigenen Stadion. Auf fremdem Platz verlor RB dagegen mit 1:3 bei Werder Bremen und musste anschließend in der Champions League ein 1:4 bei Como hinnehmen. Der Trainer fordert deshalb ein Ende der erheblichen Leistungsschwankungen.

„Wir können nicht die Mannschaft der zwei Gesichter sein“, erklärte Demichelis vor dem Duell in Leverkusen. Die Fehler aus den vergangenen Auswärtsspielen seien aufgearbeitet worden: „Wir haben in Bremen und Como zu einfache Tore bekommen. Wir haben Szenen analysiert, viele Gespräche geführt.“

Das Spiel bietet Leipzig nun die Gelegenheit, nicht nur seine Auswärtsschwäche abzulegen. Auch gegen die Spitzenteams der Bundesliga blieb RB in der vergangenen Saison einiges schuldig. Unter Ole Werner holten die Sachsen laut Bild lediglich acht von 30 möglichen Punkten gegen die übrigen Mannschaften aus den Top sechs. Besonders deutlich fielen die Niederlagen gegen Bayern München und Leverkusen aus. Gegen den Rekordmeister verlor Leipzig mit 0:6 und 1:5, gegen Bayer mit 1:3 und 1:4. Demichelis soll RB gerade in solchen Begegnungen konkurrenzfähiger machen.

Leipzig muss mehrere Ausfälle auffangen

Die Vorbereitung auf den nächsten Härtetest wurde durch weitere personelle Rückschläge erschwert. Assan Ouédraogo muss an der Schulter operiert werden, Marc Guiu fällt wegen einer Oberschenkelverletzung mehrere Wochen aus, wie t-online bereits berichtete. Bereits zuvor standen Christoph Baumgartner und Rocco Reitz nicht zur Verfügung.

Demichelis vertraut seinem verbliebenen Personal dennoch: „Wir sind gut – auch um das Spiel zu gewinnen.“ Worte allein reichen dem Argentinier jedoch nicht. „Ich könnte Stunden sprechen, aber nur mit Worten schaffen wir es nicht“, räumte er ein. In Leverkusen muss Leipzig nun auf dem Platz zeigen, welches seiner beiden Gesichter das echte ist.

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