Nur einmal so schlecht: Gladbachs Horrorstart weckt düstere Erinnerungen

Bild: Lars Baron/Getty Images
Gladbach steckt nach drei Spieltagen tief in der Krise. Ein Blick in die Vereinshistorie zeigt, wie außergewöhnlich dieser Absturz ist.
Drei Spiele, null Punkte und bereits zwölf Gegentore: Borussia Mönchengladbach ist mit voller Wucht am Tabellenende gelandet. Der desaströse Saisonbeginn kostete Eugen Polanski bereits nach dem dritten Spieltag seinen Arbeitsplatz. Interimstrainer Jan-Moritz Lichte übernimmt die Aufgabe, bis die Borussia eine Lösung für die Position gefunden hat.
Die einzige Parallele führt zu Lucien Favre
Erst zum zweiten Mal in ihrer Bundesliga-Geschichte verlor die Borussia ihre ersten drei Saisonspiele. Der bislang einzige vergleichbare Start datiert aus der Spielzeit 2015/16. Damals war der Tiefpunkt nach drei Partien allerdings noch nicht erreicht.
Gladbach kassierte zwei weitere Niederlagen und stand nach fünf Spieltagen weiterhin ohne Punkt da. Rund 26 Stunden nach dem 0:1 im Derby beim 1. FC Köln erklärte Lucien Favre seinen Rücktritt. Eurosport sprach seinerzeit von einem überraschenden Aus des Schweizers.
Der historische Vergleich macht auch Hoffnung
Die Parallele endet jedoch nicht beim Absturz. Unter Favres Nachfolger André Schubert gewann Gladbach anschließend sechs Bundesligaspiele in Serie. Trotz der fünf Niederlagen zum Auftakt beendete die Borussia die Saison noch auf dem vierten Tabellenplatz.
Für die aktuelle Mannschaft ist diese Entwicklung sicher keine Blaupause, sie zeigt aber, wie schnell sich eine Saison noch drehen kann. Lichte benötigt gegen Mainz dennoch eine unmittelbare Reaktion. Bleibt diese aus, würde Gladbach seinen historisch schlechten Start bereits am vierten Spieltag weiter verschärfen.