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Raum verteidigt Demichelis: „Wenn alle auf einen eintreten …“

Stuart Franklin/Getty Images

Foto: Stuart Franklin/Getty Images

RB-Kapitän David Raum lobt nach dem 5:0-Sieg gegen den HSV den Zusammenhalt der Mannschaft und stellt sich hinter Trainer Martin Demichelis. Einen Kritikpunkt hat er dennoch.

Nach zwei Niederlagen in Folge – dem 1:3 gegen Werder Bremen in der Bundesliga und dem 1:4 gegen Como in der Champions League – meldete sich RB Leipzig am Sonntagnachmittag mit einem deutlichen 5:0 gegen den Hamburger SV zurück. David Raum äußerte sich in der Mixed Zone mit großer Zufriedenheit und Enthusiasmus zum Sieg.

David Raum: „Der Trainer hat uns erstmal in Ruhe gelassen“

Der Außenverteidiger verriet, wie Coach Demichelis die Regenerationsphase nach der Klatsche in Italien angegangen war, um gegen den HSV so fit wie möglich zu sein – mental und physisch: „Ich glaube, wir haben genau richtig reagiert. Der Trainer hat uns erst mal in Ruhe gelassen nach dem Spiel. Jeder hat sich erst mal seine Gedanken gemacht. Wir sind dann auch eine Nacht geblieben, am nächsten Tag zurückgeflogen.“

Der Linksverteidiger weiter: „Dann ging es rein ums Regenerieren, ich glaube, einfach fit werden. Wir waren gestern noch mal kurz am Platz draußen, haben aber gar nicht viel inhaltlich gemacht, nur eine Besprechung gehabt. Der Rest war einfach regenerieren und sich auf dieses Spiel freuen.“

Lob für Martin Demichelis

Dass es nach den vergangenen Tagen überhaupt gelang, mit Vorfreude in die Partie zu gehen, war allerdings nicht selbstverständlich. Demichelis stand nach den beiden Niederlagen stark unter Druck, teilweise wurde bereits hinterfragt, ob er überhaupt der richtige für RB sei. „Man muss ja sagen: Wenn es gut läuft, ist immer alles schön. Dann versteht man sich immer, dann ist jeder glücklich. Ich glaube, es zeigt sich immer, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, wenn alle einen gerade schlechtreden, wenn alle auf einen eintreten, wie gut man zusammenhält“, betonte Raum.

Anschließend stärkte der 28-Jährige dem Argentinier deutlich den Rücken: „Da hat der Trainer Größe bewiesen, hat sich mit uns allen zusammengesetzt, in einzelnen Gruppen, hat vor der Mannschaft gesprochen, war direkt positiv, hat sich auch mit mir lange unterhalten. Und ich glaube, wir haben die richtige Reaktion gezeigt. Wir haben im Training und den gesamten Tag viel Zeit miteinander verbracht, immer alles positiv gestaltet. Ich glaube, nur so schafft man es da raus. Und das hat man heute auch auf dem Platz gesehen.“

Kabinendynamik bei RB „top“

Um den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft habe sich der deutsche Nationalspieler ohnehin keine Sorgen gemacht. Die Kabinendynamik sei seit Saisonbeginn „top“, die gesamte Mannschaft ziehe an einem Strang. Trotz der vielen Sprachen in der Kabine verstehe man sich. „Es ist immer was los, es läuft immer irgendwie Musik, es ist immer gute Stimmung. Auch heute wieder vor dem Spiel viel gelacht, nach Como wieder viel gelacht, die Tage viel positiv gestaltet. Weil es nichts hilft, nach einer Niederlage oder zwei den Kopf in den Sand zu stecken. Deswegen bin ich happy, wie es gerade ist“, so Raum.

Für ihn als Kapitän sei es einfach mit seinen Teamkollegen umzugehen, da alle die richtige Einstellung haben. Dennoch sei man eine sehr junge Truppe und müsse noch viel lernen. Einen Kritikpunkt sprach Raum selbst an: „Ich glaube, ein Stück weit waren wir in Como vielleicht nicht mutig genug. Hier zu Hause sind wir immer sehr mutig, muss man sagen. Das müssen wir uns auch mal auswärts mitnehmen, dass wir genauso mutig sind.“

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