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Kohle-Zoff eskaliert: Kwasniok zieht den 1. FC Köln vor Gericht

Bild: Christof Koepsel/Getty Images

Sechs Monate nach seinem Aus beim 1. FC Köln fordert Lukas Kwasniok mehr Gehalt. Nun landet der Streit vor dem Arbeitsgericht.

Die Trennung zwischen dem 1. FC Köln und Lukas Kwasniok bekommt ein brisantes Nachspiel. Der im März freigestellte Trainer geht juristisch gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber vor. Im Zentrum des Streits steht eine Vertragsklausel, die Kwasnioks Bezüge deutlich reduziert. Wie die Bild unter Berufung auf den Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, wurde für den 16. Februar 2027 ein Kammertermin vor dem Arbeitsgericht angesetzt. Sollte es vorher keine Einigung geben, könnten Kwasniok und FC-Geschäftsführer Philipp Türoff dort persönlich aufeinandertreffen.

Kwasniok wehrt sich gegen Gehaltskürzung

Kwasnioks Vertrag sah dem Bericht zufolge vor, dass er lediglich bis zum Ende der Saison 2025/26 seine vollständigen Bezüge erhält. Sein Grundgehalt soll bei rund einer Million Euro gelegen haben. Danach stehen ihm demnach nur noch 50 Prozent des ursprünglichen Gehalts zu.

Genau gegen diese Regelung geht der 45-Jährige nun vor. Kwasniok und seine juristischen Vertreter halten die Klausel offenbar für unwirksam und verlangen eine entsprechend höhere Zahlung. Der FC wiederum pocht auf den geschlossenen Vertrag. Damit geht es in dem Verfahren nicht um die sportliche Trennung selbst, sondern um deren finanzielle Folgen.

Da Kwasniok seit seinem Aus keinen neuen Verein übernommen hat, muss Köln ihn weiterhin bezahlen. Wie hoch diese Zahlungen tatsächlich ausfallen müssen, könnte nun ein Gericht entscheiden.

Trennung nach langer Sieglos-Serie

Der FC hatte Kwasniok am 22. März nach einem 3:3 im Derby gegen Borussia Mönchengladbach freigestellt. Zuvor war die Mannschaft sieben Bundesligaspiele ohne Sieg geblieben. Insgesamt holte der Trainer lediglich sechs Siege aus 27 Ligapartien.

Anschließend übernahm René Wagner und führte die Kölner zum Klassenerhalt. Der Verein hatte bei der Trennung erklärt, dass angesichts der sportlichen Entwicklung ein neuer Impuls notwendig sei. Kwasnioks ursprünglich bis 2028 laufender Vertrag wurde dadurch jedoch nicht aufgelöst, wie auch die damalige Mitteilung des 1. FC Köln verdeutlicht.

Nun droht aus dem sportlichen Abschied ein längerer juristischer Schlagabtausch zu werden.

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