Eintracht unter Druck: Hütter hält an seinem Plan fest

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Frankfurt kassierte in zwei Spielen sieben Gegentore. Dennoch lehnt Adi Hütter eine Systemdebatte ab.
Eintracht Frankfurt ist mit nur einem Punkt aus zwei Spielen in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Beim 3:3 gegen Union Berlin verspielten die Hessen eine 3:1-Führung, gegen den FC Augsburg brachen sie nach einer 1:0-Pausenführung ein und verloren noch mit 1:4. Sieben Gegentore bilden deshalb einen alarmierenden Wert. An der taktischen Grundordnung will Trainer Adi Hütter jedoch vorerst nicht rütteln.
Hütter sieht Fehler in den Zweikämpfen
„Das ist überhaupt keine Systemfrage“, erklärte Hütter vor dem Rhein-Main-Duell beim 1. FSV Mainz 05. Wie Sport1 berichtet, sieht der Österreicher die Ursache vielmehr im Verhalten seiner Spieler. „Ich muss halt in die Zweikämpfe gehen und den Ball klären“, forderte der 56-Jährige.
Vor allem die zweite Halbzeit gegen Augsburg dient als warnendes Beispiel. Frankfurt verlor nach der Pause den Zugriff, kassierte innerhalb kurzer Zeit zwei Gegentreffer und fiel anschließend vollständig auseinander. Direkt nach der Partie hatte Hütter noch angedeutet, möglicherweise über eine veränderte Grundordnung nachdenken zu müssen. Zudem stellte er gegenüber der Sportschau unmissverständlich fest, dass eine Mannschaft nicht sieben Gegentore in zwei Spielen kassieren dürfe. Wenige Tage später blockt der Eintracht-Coach die aufkommende Systemdebatte nun ab.
Eintracht steht vor dem ersten Druckspiel
Gleichzeitig wirbt Hütter um Geduld. Die bereits in der vergangenen Saison verunsicherte Mannschaft wurde im Sommer umgebaut. Bis sämtliche Abläufe greifen, gehe es laut dem Trainer „nicht von heute auf morgen“. Auch Sportvorstand Markus Krösche hatte nach der Augsburg-Pleite auf das junge Team und den laufenden Entwicklungsprozess verwiesen.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt der Eintracht dennoch nicht. Während Frankfurt noch sieglos ist, wartet Mainz weiterhin auf das erste Gegentor und feierte zuletzt einen 5:0-Erfolg beim Hamburger SV. Das Duell wird damit zum frühen Belastungstest für Hütters Diagnose. Folgt der nächste defensive Einbruch, dürfte sich die Systemfrage trotz seiner deutlichen Worte kaum noch abblocken lassen.