Zittersieg statt Statement: BVB feiert Auftakt-Erfolg mit Nebengeräuschen

Bild: Lars Baron/Getty Images
Ein 3:2-Sieg zum Champions-League-Auftakt klingt erstmal nach einem gelungenen Start. Die Realität war deutlich komplizierter.
Borussia Dortmund gewann gegen den FC Villarreal zwar verdient, ließ dabei aber erneut Nachlässigkeit erkennen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte ein Eigentor von Renato Veiga (53.) den BVB in Führung, ehe Santiago Mouriño (66.) für die Spanier ausglich.
Guirassy rettet mit Doppelpack und vermasselt es fast wieder
Erst Serhou Guirassy brachte mit zwei Treffern die scheinbare Entscheidung, ehe er sich in der Nachspielzeit selbst ein Bein stellte. Bei einer weiteren unübersichtlichen Ecken-Situation lenkte ausgerechnet der Doppeltorschütze den Ball zum 3:2 ins eigene Tor.
Guirassy selbst übte danach Selbstkritik. „Wir hätten es zwar besser machen können, die beiden Gegentore hätten nicht sein müssen, aber wir freuen uns über den Sieg“, sagte er bei Prime Video. Villarreals Veiga hätte in der Schlussminute sogar noch selbst zum Ausgleich treffen können, scheiterte aber knapp.
Karetsas-Schock überschattet den sportlichen Erfolg
Weit schwerer als die wackelige Chancenverwertung und die Passivität nach der Führung wog aber ein Schreckmoment in der ersten Halbzeit. Konstantinos Karetsas musste wegen Kreislaufproblemen per Trage vom Platz und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Sportdirektor Ole Book machte nach der Partie deutlich: „Das trübt natürlich die Stimmung schon deutlich“.
Ergebnis stimmt, Feinschliff fehlt
Drei Punkte zum Auftakt sind für die Achtelfinal-Ambitionen wichtig, keine Frage. Doch dass der BVB gegen einen in La Liga sieglosen Tabellen-17. zwei Gegentore zulässt und sich am Ende selbst fast noch um den Sieg bringt, ist ein Muster, das sich gegen stärkere Gegner in der Ligaphase kaum wiederholen darf.