Wackelt der erste BuLi-Trainer bereits? Manager zieht die Zügel an

Bild: Maja Hitij/Getty Images
Die Fans pfeifen die Mannschaft aus, Borussia Mönchengladbach steckt bereits nach zwei Spieltagen in der Krise. Wie steht es um den viel kritisierten Trainer Eugen Polanski?
Der Trainerjob in der Bundesliga ist ein gefährliches Pflaster; nur zu gut kennt man das Beispiel von Bayer 04 Leverkusen, das in der vergangenen Saison nach zwei Spieltagen bereits Erik ten Hag feuerte.
In dieser Saison gelten mehrere Trainerjobs bereits als gefährdet. Immer wieder wird dabei auch der Name Eugen Polanski genannt.
Gladbach gibt 3:1-Führung aus der Hand
Die Lage hat sich nun für den 40-Jährigen verschärft. Borussia Mönchengladbach hat nach einer 3:1-Führung noch 3:4 gegen den Aufsteiger SV Elversberg verloren. Zuvor gab es eine 0:3-Packung gegen RB Leipzig.
In den sozialen Medien wie X wird bereits ordentlich gegen Polanski geschossen. „Können wir uns als Verein dann bitte darauf einigen, dass wir miese Trainerleistungen nicht mit in die nächste Saison nehmen? Danke. #Polanski raus“, sind dabei noch die netteren Aussagen.
Die Aussage spielt darauf an, dass Borussia Mönchengladbach Eugen Polanski nun fast ein Jahr mitschleppt – quasi immer weiter zur nächsten Vertragsstufe, obwohl Leistung und Ergebnisse nicht besonders zufriedenstellend sind.
Mitte September 2025 wurde Polanski Interimstrainer, im November Cheftrainer. Später verlängerte man seinen Vertrag bis 2028, aber noch zum Saisonende wirkten alle Beteiligten unsicher, ob es gemeinsam weitergeht. Nun folgte der Fehlstart mit zwei Niederlagen.
Nach der Pleite gegen Elversberg sagte Polanski laut der Rheinischen Post: „Wir bringen sehr viel Energie ins Spiel, wie wir zu Hause auftreten, wie wir die Tore machen, um dann sehr, sehr viele Dinge einfach falsch zu machen. Das ist für mich unerklärlich.“ „Unerklärlich“ ist dabei schon ein gefährliches Wort, denn damit könnte man Polanski eine zunehmende Ratlosigkeit unterstellen.
Schröder: „Stehen alle unter Druck“
Wie reagiert nun sein Vorgesetzter Rouven Schröder? Der Manager zog am Samstagabend die Zügel deutlich an: „Wenn du Spiele nicht gewinnst, stehst du grundsätzlich unter Druck. Aber ich möchte jetzt nicht den Trainer isoliert unter Druck setzen“, sagte Schröder, der dann auf alle Beteiligten überleitete: „Die Spieler stehen unter Druck, der Verein steht unter Druck – letztlich stehen wir alle unter Druck.“
Diese Aussage darf man wohl so deuten, dass Polanski zwar einen Warnschuss von Schröder erhält, aber durchaus noch Zeit bekommt, die Lage noch einmal zu drehen. So betonte Schröder: „Es ist vollkommen normal, dass der Druck steigt. Wir wollten eine gewisse Aufbruchstimmung erzeugen. Das ist nach zwei Spielen und null Punkten zunächst nicht gelungen. Damit müssen wir umgehen.“