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Geht der BVB hier ins Risiko? So will Kovac die Kader-Baustelle schließen

Bild: Oliver Hardt/Getty Images

Borussia Dortmund hat die Transferperiode ohne einen weiteren etatmäßigen Rechtsverteidiger beendet. Nach der Leihe von Yan Couto zu Como 1907 steht Niko Kovac mit Julian Ryerson nur noch ein gelernter Profi für die rechte Seite zur Verfügung.

Der BVB hatte sich auf dem Transfermarkt nach einer Verstärkung umgesehen, letztlich aber keinen weiteren Spieler verpflichtet. Für Kovac ist das offenbar kein Grund zur Sorge. Der Dortmunder Trainer setzt auf die Vielseitigkeit seines Kaders – und hat für den Ernstfall bereits mehrere Lösungen vorbereitet.

Beier und Svensson sollen rechts aushelfen

Auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim wurde Kovac auf die dünne Besetzung angesprochen. Seine Antwort fiel eindeutig aus: „Was die Rechtsverteidigerposition angeht: Da haben wir mit Maxi Beier und Svensson Spieler.“

Beide wären auf dieser Position allerdings keine klassischen Lösungen. Daniel Svensson ist normalerweise auf der linken Seite zu Hause. Maximilian Beier wurde ursprünglich als Angreifer verpflichtet, kam unter Kovac zuletzt jedoch vermehrt als offensiver Schienenspieler zum Einsatz.

Vor allem die geplante Rolle des deutschen Nationalspielers zeigt, wie Dortmund die entstandene Lücke schließen möchte. Beier soll nicht ausschließlich im Angriff eingeplant werden, sondern bei Bedarf auch Ryerson vertreten. Dadurch erhält Kovac auf der rechten Seite eine besonders offensive Alternative, muss dafür aber einen seiner Angreifer weiter nach hinten ziehen.

Kovac deutet weitere Lösung an

Bei Beier und Svensson scheint es jedoch nicht zu bleiben. „Sollte es zu einem Ausfall kommen, habe ich schon ein, zwei Ideen im Kopf“, verriet Kovac laut RUHR24.

Wie diese Ideen aussehen, ließ der 54-Jährige offen. Denkbar ist, dass Kovac im Notfall nicht nur einzelne Spieler verschiebt, sondern auch das System anpasst. Beim 5:0 im DFB-Pokal gegen den HEBC testete Dortmund eine Viererkette. „Es ist Flexibilität. Wir werden es uns offenhalten“, erklärte der Trainer anschließend.

Klar ist dennoch: Ryerson gewinnt durch den ausgebliebenen Transfer weiter an Bedeutung. Fällt der Norweger aus, muss der BVB improvisieren. Kovac nimmt dieses Risiko bewusst in Kauf und vertraut darauf, die einzige offensichtliche Lücke im Dortmunder Kader mit vorhandenen Spielern schließen zu können.

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