„Es wurde unerträglich“: Ex-Verteidiger packt über dunkle Real-Madrid-Zeit aus

Bild: Angel Martinez/Getty Images
Vor dem 4:0-Kantersieg von Real Madrid gegen den FC Malaga blickt ein Ex-Verteidiger auf eine schwierige Phase seiner eigenen Karriere zurück.
Fernando Sanz, der für beide Klubs auflief, sprach gegenüber der spanischen Zeitung „AS“ offen über seinen Abschied von den Königlichen. Von 1995 bis 1999 verteidigte Sanz für Real, ehe er zu Malaga wechselte, obwohl sein Vertrag eigentlich noch länger gültig gewesen wäre.
Psychische Belastung führte zum vorzeitigen Abschied
„Es wurde unerträglich, und deshalb musste ich den Verein meines Lebens verlassen, obwohl mein Vertrag noch gültig war“, sagte Sanz. Besonders belastend sei damals gewesen, dass psychische Gesundheit noch kein gesellschaftliches Thema war.
„Damals war psychische Gesundheit kein Thema, aber das jede Woche zu ertragen, war psychisch sehr belastend, und irgendwann konnte ich es einfach nicht mehr aushalten“, erklärte der 52-Jährige. Bis heute kann er sich die Behandlung durch den Klub nicht erklären: „Ich habe nie verstanden, warum sie mich so behandelt haben, wo ich doch alles für die Mannschaft gegeben habe.“
Vater als Vereinspräsident sorgte für zusätzlichen Druck
Eine besondere Rolle spielte dabei die Position seines Vaters Lorenzo Sanz, der von 1995 bis 2000 Präsident der Königlichen war. „Manchmal wurde ich in Medienschlachten instrumentalisiert, um meinem Vater zu schaden“, berichtete Sanz.
Auch bei den eigenen Fans fand er trotz starker Auftritte nie die erhoffte Anerkennung. „Als Spieler habe ich trotz großartiger Spiele, wie dem siebten Europapokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund, nie die Zuneigung der Fans gewonnen. Es gab Pfiffe, Buhrufe und Beleidigungen, die ich nie verkraften konnte“, so Sanz abschließend.