WM-Aus seine Schuld? DFB-Star macht sich bis heute Vorwürfe

Bild: Michael Reaves/Getty Images
Deniz Undav hat das frühe WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft noch lange beschäftigt. War das Ausscheiden seine Schuld?
Deniz Undav sprach offen über seine Selbstzweifel nach dem Sechzehntelfinal-Aus gegen Paraguay. Im Zentrum stand dabei eine strittige Szene aus der fünften Spielminute.
„Die ganze Zeit habe ich darüber nachgedacht, ob unser Ausscheiden auch meine Schuld war“, fragt sich Undav bis heute, laut der Bild. Es geht dabei um die Situation, in der der Stürmer sich für einen Schuss auf das Tor, statt eines Querpasses entschied.
„Ich hatte in dem Moment einfach nicht gesehen, dass ein Mitspieler vielleicht besser positioniert war“, so Undav weiter.
Nagelsmanns Aussage ließ ihn nicht mehr los
Befeuert wurden die Zweifel des Stürmers durch eine Wortmeldung des damaligen Bundestrainers Julian Nagelsmann direkt nach dem Turnier-Aus. Der Coach hatte die Szene öffentlich seziert:
„Da stehen wir zu viert alleine vor dem Tor, da müssen wir nur querspielen, dann schieben wir den Ball ins leere Tor.“
Der Gedanke kehrt immer wieder zurück
Zunächst habe er versucht, sich mit rationalen Argumenten zu beruhigen. „Wir hatten danach noch 115 Spielminuten Zeit, es kann doch nicht nur an der einen Aktion gelegen haben“, sagte sich Undav damals selbst, wie ransport berichtet.
Ganz loslassen konnte der VfB-Angreifer die Zweifel aber bis heute nicht. „Aber der Gedanke kommt zurück: War es wirklich deine Schuld?“, so Undav weiter.