Veerman vs. Bellingham: Wer setzt sich im BVB-Mittelfeld durch?

Bild: Lars Baron/Getty Images
Mit der Verpflichtung von Joey Veerman wurde der Konkurrenzkampf im Dortmunder Mittelfeld angekurbelt. Was bedeutet die Verpflichtung für Jobe Bellingham?
Joey Veerman soll künftig als Taktgeber im Dortmunder Mittelfeld agieren. Eine Rolle, die zuletzt häufig Bellingham ausfüllte. Laut kicker verändert Veermans Ankunft die bisherige Hierarchie im BVB-Zentrum spürbar.
Während Felix Nmecha in Niko Kovacs System als zweiter Sechser gesetzt sein dürfte, sollen Veerman und Bellingham künftig um den verbleibenden Platz konkurrieren. Der Neuzugang könnte dabei zunächst die besseren Karten haben.
Bellinghams schwieriger Supercup-Auftritt
Zusätzlichen Rückenwind bekommt diese Einschätzung durch Bellinghams Auftritt im Supercup gegen Bayern. Beim 1:2 sah der Engländer laut Ruhrnachrichten-Einzelkritik „neben der Spur“ aus und war maßgeblich am zweiten Gegentor beteiligt.
Für seinen Aussetzer musste er sich anschließend scharfe Kritik gefallen lassen. Trainer Niko Kovac nahm Bellingham nach der Partie jedoch in Schutz. „Ich sehe da überhaupt keine Schuld bei Jobe. Er steht dort, wo er stehen muss“, sagte Kovac auf der Pressekonferenz.
Zwei völlig unterschiedliche Spielertypen
Auch losgelöst vom Supercup-Auftritt gibt es zwischen beiden deutliche Unterschiede. Veerman gilt als der spielstärkere und passsicherere Akteur mit besserer Übersicht und Schusstechnik, wie ein Vergleich von Flashscore zeigt.
Bellingham punktet dagegen mit Athletik und Zweikampfstärke und gewinnt im direkten Vergleich mehr Duelle. Zudem ist der Engländer mit 20 Jahren sieben Jahre jünger als der 27 Jahre alte Veerman und dürfte perspektivisch noch größere Entwicklungssprünge machen.
BVB-Bosse äußern sich zum Neuzugang
Sportdirektor Ole Book betonte nach dem Transfer vor allem die spielerischen Qualitäten des Niederländers. „Joey ist ein richtig toller Fußballer, der über eine Menge Kreativität, Technik und Übersicht verfügt“, sagte Book.
Auch Geschäftsführer Lars Ricken äußerte sich positiv zur Verpflichtung. „Joey ist ein Spieler, der uns mit seinen Fähigkeiten enorm weiterhelfen wird“, so Ricken.
Bellingham bleibt trotzdem wichtig
Ganz abgeschrieben ist der Engländer bei den Schwarz-Gelben dennoch nicht. Mit physischer Robustheit, starker Kopfballstärke und defensiver Disziplin bringt er Qualitäten mit, die Veerman fehlen.
Vor allem gegen körperlich dominante Gegner bleibt er eine taktische Option. Beim Bundesliga-Auftakt gegen den HSV dürfte sich zeigen, ob Kovac trotz des Supercup-Patzers weiter auf Bellingham setzt oder Veerman den Vorzug gibt.