Trotz Füllkrug-Rückkehr: Itten sieht Chancen auf gemeinsame Einsätze

Bild: Pau Barrena/Getty Images
Cedric Itten hätte sich nach seinem Abschied von Fortuna Düsseldorf für einen finanziell lukrativeren Karriereweg entscheiden können. Der Schweizer wollte jedoch unbedingt zurück in die Bundesliga. Bei Werder Bremen trifft er nun auf prominente Konkurrenz.
Das Interesse an dem ablösefreien Stürmer nahm im Sommer schlagartig zu. Nach Angaben Ittens erhielt sein Berater zahlreiche Anfragen. Dabei beschäftigten sich auch Klubs aus Saudi-Arabien und Japan mit dem 29-Jährigen. Itten entschied sich allerdings frühzeitig für Werder. Er wollte seinen Wechsel noch während der Weltmeisterschaft abschließen und sich anschließend vollständig auf das Turnier konzentrieren. Positive Rückmeldungen früherer Bremer Profis wie Michael Lang und Milos Veljkovic bestärkten ihn zusätzlich. „Ich wollte den sportlichen Weg gehen, unbedingt in die Bundesliga“, erklärte Itten im Interview mit der DeichStube.
Füllkrug verschärft den Konkurrenzkampf
Seine Ausgangslage an der Weser hat sich durch die Rückkehr von Niclas Füllkrug inzwischen verändert. Itten war nach seinen 15 Treffern für Düsseldorf als möglicher Stammstürmer verpflichtet worden. Nun konkurriert er unter anderem mit dem ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig. Überrascht wurde der Schweizer von der zusätzlichen Verpflichtung jedoch nicht. Nach eigener Aussage hatte Werder ihm von Beginn an mitgeteilt, dass zwei neue Angreifer kommen sollten.
Itten sieht in Füllkrug deshalb nicht ausschließlich einen Konkurrenten. „Niclas ist ein Topspieler, von dem ich nochmal viel lernen kann“, betonte der Neuzugang. Zudem könnten beide gemeinsam in einem System mit zwei Spitzen eingesetzt werden. Füllkrug habe bereits während seiner früheren Bremer Zeit an der Seite von Marvin Ducksch gezeigt, dass ihm diese Formation liege.
Itten möchte als Wandspieler überzeugen
Welche Rolle Itten erhält, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen. Der Angreifer möchte Tore erzielen, Vorlagen liefern und als Wandspieler für seine Mitspieler wichtig werden. Flankenstarke Akteure wie Mitchell Weiser und Olivier Deman könnten seiner Spielweise entgegenkommen.
Die erste Gelegenheit bietet sich im DFB-Pokal gegen den Lüneburger SK Hansa. Itten sieht den Oberligisten als angenehmen Auftaktgegner, warnt aber davor, die Aufgabe zu unterschätzen. Für den Schweizer beginnt damit der Kampf um seinen Platz. Den leichteren und finanziell lukrativeren Weg hat er ausgeschlagen. Nun möchte er sich bei Werder auf höchstem sportlichem Niveau durchsetzen.