DFB-PokalVfB Stuttgart

Siebtes Pokalduell: Warum der VfB vor Hansa gewarnt sein muss

Bild: Martin Rose/Getty Images

Der VfB Stuttgart startet bei Hansa Rostock in den DFB-Pokal. Auf dem Papier ist der Bundesligist klarer Favorit. Die bisherige Pokalbilanz gegen die Ostseestädter sollte den VfB allerdings warnen.

Bereits zum siebten Mal treffen beide Vereine im DFB-Pokal aufeinander. Sämtliche Begegnungen fanden im Rostocker Ostseestadion statt. Nur zweimal setzte sich Stuttgart durch, viermal beendete Hansa die Pokalreise der Schwaben.

Hansa schaltete sogar den deutschen Meister aus

Die ungewöhnliche Pokalgeschichte begann 1992. Wenige Monate nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft verlor der VfB in der zweiten Runde nach Verlängerung mit 0:2 in Rostock.

Auch die nächsten beiden Duelle gingen an Hansa. Im Viertelfinale der Saison 1998/99 gewann Rostock mit 2:1. Sechs Jahre später folgte ein 3:2-Erfolg in der zweiten Runde.

Besonders schmerzhaft war aus Stuttgarter Sicht das Wiedersehen im August 2018. Der damalige Bundesligist unterlag dem Drittligisten in der ersten Runde mit 0:2. Cebio Soukou und Mirnes Pepic erzielten die Tore für Hansa.

VfB gewann zuletzt zweimal denkbar knapp

In den beiden folgenden Jahren gelang Stuttgart die Revanche. Souverän waren die Auftritte jedoch nicht. Sowohl 2019 als auch 2020 setzte sich der VfB lediglich mit 1:0 durch.

Beim ersten Erfolg erzielte Hamadi Al Ghaddioui das einzige Tor. Ein Jahr später entschied Silas die Partie. Hansa verlangte den Schwaben auch damals alles ab und forderte in der Nachspielzeit vergeblich einen Handelfmeter.

Die Zahlen zeigen: Für den VfB waren Pokalspiele im Ostseestadion unabhängig von der jeweiligen Ligazugehörigkeit fast immer kompliziert. Das aktuelle Duell ist bereits das vierte Aufeinandertreffen in der ersten Runde seit 2018.

Rostock setzt auf die Kulisse im Ostseestadion

Hansa-Trainer Daniel Brinkmann weiß um die klare Rollenverteilung, rechnet seinem Team vor nahezu ausverkauftem Haus aber dennoch Chancen aus.

„Es ist eine extrem schwere Aufgabe und wir brauchen das notwendige Glück. Aber es gibt auch schönere Lose für Stuttgart“, erklärte Brinkmann laut dem NDR. Seine Mannschaft soll sich nicht ausschließlich in der eigenen Hälfte verschanzen und mithilfe der Zuschauer den entscheidenden Funken entfachen.

Stuttgart reist mit der Erfahrung aus zwei aufeinanderfolgenden Pokalendspielen an. Dennoch muss der VfB sofort auf Betriebstemperatur kommen. Während die Schwaben ihr erstes Pflichtspiel der Saison bestreiten, befindet sich Rostock bereits im Rhythmus der 3. Liga.

Die Favoritenrolle ist eindeutig. Die Pokalhistorie beider Vereine zeigt jedoch, warum der VfB jedoch vor Hansa gewarnt sein muss.

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