Ein Spiel, keine Garantie: Santos kämpft um seine Eintracht-Zukunft

Bild: Simon Hofmann/Getty Images
Kauã Santos wird beim Pokalauftakt von Eintracht Frankfurt im Tor stehen. Eine langfristige Entscheidung zugunsten des Brasilianers ist damit allerdings nicht gefallen. Trainer Adi Hütter verweigerte seinem Schlussmann vor dem Spiel gegen den SC St. Tönis ein klares Bekenntnis.
Ursprünglich war Santos als neue Nummer eins der Hessen vorgesehen. Nach dem desaströsen 0:7 in der Generalprobe beim FC Brentford haben die Zweifel an dieser Planung jedoch deutlich zugenommen.
Hütter garantiert Santos nur das Pokalspiel
Auf die Frage nach seinem Torhüter für die erste Pokalrunde antwortete Hütter zunächst knapp: „Kauã Santos.“ Als der Trainer anschließend auf eine Entscheidung im Kampf um den Stammplatz angesprochen wurde, ließ er die Zukunft des 23-Jährigen ausdrücklich offen.
„Wir werden mit Kauã Santos ins Spiel gehen. Was danach passiert, werden wir sehen“, erklärte Hütter laut der Frankfurter Rundschau. Seine vollständige Aufmerksamkeit gelte zunächst den Spielern, die aktuell zur Verfügung stehen.
Ein dauerhaftes Vertrauen in Santos klingt anders. Der Brasilianer erhält gegen den Fünftligisten damit zwar den Vorzug vor Michael Zetterer, muss sich seinen Platz im Frankfurter Tor aber offenbar neu verdienen.
Eintracht sucht nach einer neuen Nummer eins
Im Umfeld der Eintracht werden bereits mehrere mögliche Nachfolger gehandelt. Besonders intensiv soll sich Frankfurt mit Noah Atubolu beschäftigen. Der 24-Jährige gehörte zuletzt nicht zum Freiburger Europapokal-Aufgebot und könnte den Verein noch verlassen.
Auch der frühere Eintracht-Torwart Lukas Hradecky wurde als Kandidat genannt. Bis zum Ende der Transferperiode am 1. September ist deshalb noch Bewegung auf der Position möglich. Für Santos stehen grundsätzlich mehrere Szenarien im Raum: Er könnte bleiben, verliehen werden oder Frankfurt dauerhaft verlassen.
Pokalspiel wird zur persönlichen Bewährungsprobe
Das Duell mit St. Tönis ist für die Eintracht auf dem Papier eine Pflichtaufgabe. Für Santos besitzt es jedoch eine erheblich größere Bedeutung. Jeder Fehler gegen den Oberligisten würde die ohnehin aufgeheizte Torwartdiskussion weiter verschärfen.
Mit einer überzeugenden Leistung könnte der 23-Jährige dagegen Argumente dafür liefern, die ursprünglich vorgesehene Rollenverteilung doch beizubehalten. Hütters Aussagen zeigen allerdings: Garantiert ist Santos momentan lediglich das erste Pflichtspiel der Saison.