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Der Füllkrug-Effekt: So verändert er Werders Offensive

Bild: Markus Gilliar/Getty Images

Niclas Füllkrugs mögliche Rückkehr zu Werder Bremen lebt nicht nur von ihrer emotionalen Geschichte. Der 33-Jährige könnte eine zentrale Funktion in Daniel Thiounes Spielidee übernehmen – allerdings löst er nicht automatisch jedes offensive Problem.

Nach Informationen von Sky soll Füllkrug von West Ham United ausgeliehen werden. Bei Werder würde er voraussichtlich als zentrale Spitze in Thiounes bevorzugter Viererkette beginnen. Der Bremer Trainer möchte möglichst schnell und mit kurzen Pässen durch das Zentrum nach vorne gelangen. Dafür benötigt er einen Angreifer, der Zuspiele unter Gegnerdruck behauptet und unmittelbar weiterverarbeitet. Genau hier liegt Füllkrugs größter taktischer Wert.

Füllkrug kann Werders vertikale Angriffe verbinden

Füllkrug bewegt sich nicht ausschließlich im Strafraum. Er lässt sich entgegenkommen, schirmt den Ball gegen Innenverteidiger ab und legt ihn auf nachrückende Mitspieler ab. Dadurch kann Werder Linien mit einem vertikalen Zuspiel überspielen, ohne anschließend den Ballbesitz sofort wieder zu verlieren.

Folgt ihm ein Innenverteidiger, öffnet sich hinter der Abwehr Raum für schnelle Flügelspieler wie Justin Njinmah oder Samuel Mbangula. Bleibt der Gegenspieler zurück, kann Füllkrug den Ball festmachen und die beiden Achter in den Angriff einbinden. Auch unter hohem gegnerischen Druck wäre er eine wichtige Ausweichlösung. Werder könnte lange Bälle gezielter auf Füllkrug spielen, statt sie lediglich aus der Gefahrenzone zu schlagen und seine Ablagen können der Mannschaft ermöglichen, geschlossen nachzurücken.

Füllkrug und Itten besitzen ein ähnliches Profil

Mit Cedric Itten hat Werder bereits einen körperlich robusten Mittelstürmer verpflichtet, der Bälle sichern soll. Füllkrug bringt deshalb keine völlig neue Spielweise mit. Er wäre vielmehr die erfahrenere und auf Bundesliganiveau bewährte Variante dieses Stürmertyps.

Seine Verpflichtung allein garantiert jedoch keine funktionierende Offensive. Füllkrug ist kein permanenter Tiefenläufer und kann nicht gleichzeitig Bälle festmachen und den Strafraum besetzen. Die Flügelspieler und Achter müssen seine Bewegungen deshalb konsequent aufnehmen.

Bleibt Füllkrug vorne isoliert, droht Werder berechenbar zu werden und sich auf Flanken zu beschränken. Wird er hingegen aktiv in das Kombinationsspiel eingebunden, kann er Thiounes vertikaler Spielidee den bislang fehlenden Fixpunkt geben.

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