Niclas Füllkrug: Wäre das die richtige Lösung für Werder Bremen?

Bild: Marco Luzzani/Getty Images
Die Gerüchte um eine Rückkehr von Niclas Füllkrug zu Werder Bremen nehmen wieder Fahrt auf. Doch wäre der Tranfer überhaupt sinnvoll?
Wie die „Deichstube“ und die „Bild“ berichten, stehen Werder Bremen und Niclas Füllkrug erneut in Kontakt. Ein Comeback galt erst vor wenigen Wochen als praktisch vom Tisch. Ob ein Wechsel für beide Seiten tatsächlich Sinn ergibt, ist allerdings nicht ganz eindeutig.
Was für eine Rückkehr spricht
Sportlich hat Werder noch Handlungsbedarf im Sturmzentrum. Füllkrug kennt den Klub bestens.
Er stammt aus der eigenen Jugend, spielte insgesamt neun Jahre für Werder und wurde in seiner zweiten Amtszeit zwischen 2019 und 2023 zum Torschützenkönig und Nationalspieler.
In 124 Pflichtspielen erzielte er 49 Tore für die Grün-Weißen. Eine Bilanz, die zeigt, wie gut er zur Bundesliga passt. Da Füllkrug bei West Ham United sportlich offenbar keine Rolle mehr spielt, könnte sich für ihn zudem eine Rückkehr zu einem Klub anbieten, bei dem er sich wohlfühlt.
Was dagegen spricht
Kritischer wird es bei den harten Fakten: Füllkrug steht noch bis 2028 in London unter Vertrag und wäre damit nicht ablösefrei zu haben. Sein Jahresgehalt von rund 4,5 Millionen Euro sprengt zudem Bremens finanzielle Möglichkeiten deutlich.
Hinzu kommt seine Verletzungsanfälligkeit. Seit seinem Wechsel auf die Insel fiel der Stürmer immer wieder aus, auch die Leihe zur AC Milan verlief zuletzt enttäuschend. Werder hatte in der jüngeren Vergangenheit mit ähnlichen Fällen wie Naby Keita oder Victor Boniface bereits schlechte Erfahrungen gemacht.
Auch personell ist die Ausgangslage inzwischen eine andere. Mit Cedric Itten haben die Bremer bereits einen klassischen Mittelstürmer unter Vertrag genommen.
Fazit
Emotional und sportlich hätte eine Rückkehr von Füllkrug durchaus Charme. Seine Bundesliga-Tauglichkeit steht außer Frage. Wirtschaftlich und aus medizinischer Vorsicht bleibt der Transfer für Werder aber ein Risiko, das angesichts der bisherigen Erfahrungen mit ähnlichen Fällen gut abgewogen werden muss.