BundesligaWerder Bremen

Werder noch nicht auf Kurs: Pieper fordert deutliche Steigerung

Bild: Fabio Deinert/Getty Images

Die Vorbereitung von Werder Bremen geht in die entscheidende Phase. Amos Pieper sieht bei der Mannschaft allerdings noch Verbesserungspotenzial. Im letzten Test gegen AJ Auxerre soll deshalb ein sichtbarer Schritt nach vorne gelingen.

Werder ist in seinem zweiten Trainingslager in Harsewinkel angekommen. Die Intensität und der Einsatz im Training stimmen nach Einschätzung Piepers. Mit der bisherigen Entwicklung ist der Innenverteidiger dennoch nicht vollständig zufrieden. „Deswegen hätte ich mir gewünscht, dass wir schon einen Schritt weiter sind“, erklärte Pieper in der Mixed Zone des Trainingslagers.

Remis gegen Paderborn als Warnsignal

Vor allem das 2:2 im XXL-Test gegen den SC Paderborn zeigte, dass Werder noch nicht alle Vorstellungen von Trainer Daniel Thioune umsetzen kann. Sowohl im Spiel mit als auch gegen den Ball erkannte Pieper Luft nach oben.

„Das Spiel war ein kleiner Dämpfer“, räumte der 28-Jährige ein. Alarmierend sei der aktuelle Stand aber noch nicht. Die Intensität im Training sei hoch und alle verfügbaren Spieler würden sich vollständig einbringen.

Hinzu kommt, dass mehrere zuletzt angeschlagene Profis schrittweise zurückkehren. Senne Lynen und Dariusz Stalmach absolvierten bereits wieder Teile des Mannschaftstrainings. Auch Chuki ist nach seiner Erkrankung inzwischen ins Trainingslager nachgereist.

Auxerre-Test soll Aufbruchsstimmung auslösen

Am Samstag wartet die Generalprobe gegen AJ Auxerre. Die Partie findet im Rahmen des traditionellen „Tach der Fans“ im Weserstadion statt und soll der Mannschaft vor dem Pflichtspielauftakt zusätzliches Selbstvertrauen geben.

Pieper fordert von Werder, „gegen Auxerre ein Statement abzugeben“. Ein überzeugender Auftritt gegen den französischen Erstligisten könnte jene Aufbruchsstimmung erzeugen, die dem Verteidiger momentan noch fehlt.

Eine Woche später beginnt für die Bremer mit dem DFB-Pokalspiel gegen den Lüneburger SK Hansa die neue Saison. Bis dahin müssen die Abläufe im Thioune-System weiter gefestigt werden.

Schmid-Abgang hinterlässt große Lücke

Erschwert wird die Vorbereitung durch den Abgang von Romano Schmid. Pieper bezeichnete den Österreicher als einen der besten, möglicherweise sogar den besten Fußballer des bisherigen Bremer Kaders.

Schmid habe nicht nur Chancen kreiert, sondern mit seinen Läufen und seiner Arbeit gegen den Ball zahlreiche Aufgaben übernommen. Auch seine Fähigkeit, schwierige Spielsituationen aufzulösen und den Ball nach vorne zu transportieren, werde Werder fehlen.

Pieper traut den verbliebenen Spielern zu, die entstandene Lücke gemeinsam zu schließen. Wer dabei zusätzliche Verantwortung übernimmt, dürfte sich bereits gegen Auxerre zeigen. Für Werder wird die Generalprobe damit zum ersten wichtigen Gradmesser der neuen Saison.

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