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„Für Torhüter eklig“: Neuer Buli-Ball sorgt für Diskussionen

Bild: Christof Koepsel/Getty Images

Ist der neue Bundesliga-Ball eine echte Tormaschine? Warum das runde Leder schon jetzt für Diskussionen sorgt.

Tore, Tore, Tore – für viele Fans kann es davon in einem Bundesliga-Spiel nie genug geben. Torhüter sehen das offensichtlich anders. Zum Start der Zweitliga-Saison beschwerten sich mehrere Keeper über den neuen Adidas-„Torfabrik“-Ball, der auch in der Bundesliga zum Einsatz kommen soll.

„Man kann ihn gut schießen – also ist er eher feldspielerfreundlich. Als Torhüter hat man durch die schnellere Flugkurve etwas weniger Reaktionszeit“, betonte Hamburgs Schlussmann Daniel Heuer Fernandes gegenüber der Bild.

Nürnbergs Keeper Jan Reichert stimmte in den Tenor ein: „Der Adidas-Ball ist an der Oberfläche einfach härter und hat dadurch ein ganz anderes Flugverhalten. Man kann ihn viel stärker schießen, er bekommt viel mehr Speed.“ Und was sagen die Angreifer dazu?

„Es ist uns in der Mannschaft auch schon aufgefallen, dass der Ball für die Torhüter eklig ist und nach links und rechts geht. Und wenn man aus der zweiten Reihe abzieht, dann ist es, glaube ich, schwer für einen Torhüter“, beschrieb Dresdens Angreifer Jakob Lemmer in der Lausitzer Rundschau Sport die Flugbahn des Balles.

Das Vorgängermodell von Derbystar sei für die Torhüter deutlich einfacher zu berechnen gewesen, erklärte Dynamo-Keeper Tim Schreiber gegenüber der Bild: „Der neue Adidas-Ball ist nicht mehr so stabil in der Luft wie zuletzt der von Derbystar. Er flattert jetzt mehr.“

Der erste Eindruck spiegelt sich in den Statistiken übrigens schon ein wenig wider. Mit 31 Toren fielen beim diesjährigen Zweitligaauftakt drei Tore mehr als im vergangenen Jahr.

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