Spionage-Skandal: Deutscher Trainer berichtet über Morddrohungen und Polizeischutz

Bild: Dan Mullan/Getty Images
Der deutsche Trainer Tonda Eckert hat im Zuge der Spionage-Affäre beim FC Southampton Morddrohungen bekommen.
Im Zusammenhang des Spionage-Skandals, der Southampton am Ende der vergangenen Saison den Aufstieg kostete, erhielt Tonda Eckert Morddrohungen. Gegenüber dem kicker berichtet der deutsche Trainer: „Das konnte auch nicht mehr ohne Polizei ablaufen.“
Eckert: „Das war sehr schwierig.“
Details wollte er nicht nennen, nur so viel: „Mir wurde empfohlen, nicht mehr selbst zu fahren, sondern hinten im Auto zu sitzen. Das war sehr schwierig.“
Auf keinen Trainerkurs dieser Welt sei er dafür vorbereitet gewesen, so Eckert weiter: „Keine Ausbildung erklärt dir, wie du reagierst, wenn du aus Sicherheitsgründen plötzlich auf der Rückbank sitzen sollst.“
Southampton startet 2026/27 mit vier Punkten Abzug
Der Skandal hatte Southampton kurz vor dem Aufstiegs-Playoff-Finale gegen Hull City den Ausschluss durch die EFL gekostet. Zuvor hatte ein Mitarbeiter heimlich das Training von Gegner Middlesbrough gefilmt.
Southampton wurde disqualifiziert und startet nun mit vier Punkten Abzug in die neue Zweitliga-Saison 2026/27. Eckert übernahm die Verantwortung: „Ich habe es […] autorisiert, deshalb liegt die Gesamtverantwortung bei mir. Die Entscheidung war falsch und hatte riesige Folgen für Spieler, Fans und den Verein.“