BundesligaFC Bayern München

Warum tut die Bundesliga-Konkurrenz nichts gegen Bayerns Erfolgsgeheimnis?

Bild:  Alex Grimm/Getty Images

Der FC Bayern dominierte in der Saison 2025/26 seine Gegner auch im physischen Bereich. Für die Konkurrenz des Rekordmeisters ist das eine peinliche Situation.

Natürlich gibt es viele Erfolgsfaktoren beim FC Bayern. Ein Faktor, der in der vergangenen Saison besonders auffiel und viel zu wenig analysiert wurde, ist die Laufstärke der Mannschaft. Die Münchner legten durchschnittlich 122,5 Kilometer pro Spiel zurück. Nur die TSG 1899 Hoffenheim war in diesem Bereich noch einen Tick stärker.

Bayerns Laufleistung wird kleingeredet

Statt den Ursachen dafür auf den Grund zu gehen und dagegenzuhalten, nahmen Berichterstatter und Gegner die Laufleistung der Münchner nicht allzu ernst. Man argumentierte, die vielen Tore und Torjubel würden die Kilometerzahl künstlich in die Höhe treiben. Selbst wenn man jedoch zwei Kilometer pro Spiel dafür abzieht, bleiben die Münchner ihren Gegnern physisch überlegen.

Dabei ist zu beachten: Topteams zeichnen sich meist durch Ballzirkulation aus. Normalerweise läuft der Gegner dadurch mehr und ermüdet, während der Favorit dann zuschlägt und das Spiel entscheidet. Anders beim FC Bayern: Von der ersten bis zur letzten Minute dominieren sie ihre Gegner meist auch in Sachen Laufleistung.

Bemerkenswert ist zudem, dass die Münchner eine Vierfachbelastung pro Saison zu bewältigen haben und nur über einen sehr kleinen Kader verfügen.

Die entscheidende Frage lautet daher: Warum laufen die Gegner des FC Bayern weniger? Man kann kaum eine fußballerisch bessere Mannschaft schlagen, wenn man weniger läuft. Was hat der FC Bayern also getan, dass seine Spieler national physisch allen überlegen sind?

Hat die Klub-WM geholfen?

Möglicherweise konnten die Münchner bei der Klub-WM 2025 in den USA ihre Kondition anders verbessern als sonst. Die logische Konsequenz wäre dann, dass auch die Gegner im Sommer längere Trainingslager benötigen. Dies gilt es herauszufinden.

Zudem gab es personelle Veränderungen im Betreuerstab der Münchner. Für die Gegner würde das bedeuten, Fitnesstrainer und Physiotherapeuten mit ähnlichem Profil und vergleichbaren Arbeitsmethoden einzustellen.

Haben die Münchner auch mental oder in ihrer Ernährung etwas verändert? Hier ist in der Branche Recherchearbeit nötig – und dann müsste man diese Maßnahmen nachahmen.

Auf jeden Fall kann es nicht sein, dass die Bundesligateams physisch deutlich schwächer sind als die Münchner. Eigentlich müsste es umgekehrt sein: Die Bayern mit ihrer Vierfachbelastung (Bundesliga, Pokal, Champions League, Länderspiele) und dem kleinen Kader sollten im Laufe der Saison an ihre physischen Grenzen stoßen.

Natürlich ist jede Saison anders. Es bleibt offen, ob die Münchner wieder einen Spielstil wählen, der sie maximal fordert, oder ob sie mehr Ruhephasen in ihr Spiel integrieren. Zudem wird es spannend zu beobachten sein, ob die kaum veränderte Mannschaft körperlich erneut alles aus sich herausholen kann.

Für die Konkurrenz gilt es aber auf jeden Fall, physisch deutlich professioneller zu arbeiten. Allerdings ist zu bezweifeln, dass sich selbst in diesem Bereich bei ihnen groß etwas verändern wird.

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