Turnier dauert noch länger! Was über die WM 2030 schon alles bekannt ist

Bild: Justin Setterfield/Getty Images
Die WM 2030 verspricht einige Neuerungen. Was bereits feststeht: Das Turnier geht länger als die WM 2026.
Die WM 2026 ist vorbei, da dreht sich schon viel um die WM 2030. FIFA-Boss Gianni Infantino hat nach der WM 2026 bereits einen Ausblick auf das Turnier 2030 gegeben. Besonders seine Idee, das Turnier von 48 auf 64 Mannschaften auszuweiten, sorgt für Aufsehen. Über diesen Vorschlag soll jedoch noch diskutiert werden.
Der zeitliche Kniff bei der WM 2030
Fest steht bereits, dass die WM 2030 noch länger dauern wird als die WM 2026. Der Kniff dahinter:
Spanien, Portugal und Marokko sind die Gastgeber der WM 2030. Weil sich in vier Jahren die erste WM, die 1930 in Uruguay stattfand, zum 100. Mal jährt, lässt die FIFA drei der 104 WM-Spiele in Südamerika austragen. Uruguay, Argentinien und Paraguay erhalten jeweils ein WM-Spiel. Argentinien ist dabei als Finalteilnehmer 1930 vertreten, Paraguay als Heimat des südamerikanischen Fußballverbands CONMEBOL.
Damit sind sechs Länder auf drei Kontinenten Austragungsorte der WM – und zugleich auch schon für die WM 2030 qualifiziert.
Die drei Spiele in Südamerika werden vorgezogen. Die WM startet am 13. oder 14. Juni 2030 in Spanien, Portugal oder Marokko mit dem Eröffnungsspiel. Bereits am 8. und 9. Juni werden die ersten drei WM-Partien in Südamerika ausgetragen. Start ist das Stadion, in dem 1930 das Endspiel stattfand, das Estadio Centenario in Montevideo. Uruguay soll anlässlich der 100 Jahre Weltmeisterschaft eine große Feier erhalten.
Uruguay, Argentinien und Paraguay und ihre Gegner müssen anschließend nach Europa beziehungsweise Nordafrika reisen und bestreiten ihr zweites Gruppenspiel erst fast zwei Wochen später. Die Rede ist von elf bis zwölf Tagen Erholung.
Das WM-Finale ist für Sonntag, den 21. Juli 2030 festgesetzt. Das wären voraussichtlich 44 Tage WM, also sechs Wochen und zwei Tage. Die WM 2026 dauerte „nur“ 39 Tage, also fünf Wochen und vier Tage. Es bleibt abzuwarten, wie das Turnier gestreckt wird, wenn 64 Teams teilnehmen.
Die Spielorte der WM 2030
Folgende Spielorte für die WM 2030 sind bekannt:
Spanien (11): Camp Nou (Barcelona), RCDE Stadium (Barcelona), San Mamés (Bilbao), Estadio de Gran Canaria (Las Palmas), Bernabéu (Madrid), Estadio Metropolitano (Madrid), Estadio Anoeta (San Sebastián), Nueva Romareda (Saragossa), Estadio de La Cartuja (Sevilla), Nou Mestalla (Valencia), Estadio Balaídos (Vigo);
Portugal (3): Estádio da Luz (Lissabon), Estádio José Alvalade XXI (Lissabon), Estádio do Dragão (Porto);
Marokko (6): Stade Adrar (Marokko), Stade Hassan II (Casablanca), Complexe Sportif de Fes (Fes), Stade de Marrakech (Marrakesch), Stade Prince Moulay Abdallah (Rabat), Grand Stade de Tanger (Tanger);
Uruguay: Estadio Centenario (Montevideo);
Argentinien: Estadio Monumental (Buenos Aires);
Paraguay: Estadio Manuel Ferreira (Asunción)
Neuer Quali-Modus
Auch am Qualifikationsmodus in Europa wird sich etwas ändern. Die UEFA führt quasi den Champions-League-Modus ein. Es gibt zwei Ligen. In Liga 1 sind drei Gruppen mit je zwölf Teams vorgesehen, die sechs Spiele gegen sechs unterschiedliche Gegner bestreiten.
Die drei Gruppensieger qualifizieren sich direkt, die weiteren Startplätze werden über Play-offs vergeben. Hier kommen auch die Teams aus Liga 2 ins Spiel. Insgesamt sind 14 Plätze zu vergeben. Zwei weitere gehen ja bereits an die Gastgeber Spanien und Portugal.