„Startpreis lag bei 60 Dollar“: Infantino rechtfertigt Ticketpreise und geht in die Offensive

Bild: Carl Recine/Getty Images
Gianni Infantino zieht bei den umstrittenen Ticketpreisen einen Vergleich zum US-Sport.
Eines der Hauptärgernisse im Vorfeld der WM 2026 sind die unfassbar hohen Ticketpreise; mehrere Tausend Euro für eine Karte bei der WM 2026 sind keine Seltenheit. FIFA-Boss Gianni Infantino hat nun jedoch seine Sicht der Dinge dargelegt.
Über sechs Millionen Tickets verkauft
„Wir haben über sechs Millionen Tickets verkauft“, betonte Infantino auf einer Pressekonferenz, um darzulegen, dass offenbar viele Fans bereit sind, diese Preise zu zahlen. Zudem präsentierte er zwei Ticketwerte: Der Startpreis für ein Ticket lag bei 60 Dollar. Im Vergleich zu den bekannten US-Sportarten sei dies der niedrigste Wert, wenn man den Vergleich zu den Playoff-Spielen im Basketball und American Football zieht. Auch der Durchschnittspreis von 500 Dollar sei der niedrigste.
Infantino betonte, dass der Verband dieses System gemeinsam mit Experten gründlich für die Weltmeisterschaft ausgearbeitet habe. Seine Botschaft: Das System der dynamischen Ticketpreise (je höher die Nachfrage, desto höher der Preis), das in den USA üblich ist, funktioniert auch bei der FIFA perfekt – und ist immer noch günstiger im Vergleich zu den beliebten US-Sportarten.
Zudem hob Infantino hervor, dass ein großer Teil der Gewinne an alle FIFA-Mitgliedsverbände verteilt werde, auch an jene, in die sonst kaum jemand für Fußball und Bildung investieren würde. Er fragte provokativ: „Wer würde sonst in den Südsudan investieren? In Sierra Leone? In Bhutan? In Vanuatu?“
Außerdem erklärte Infantino, dass den Fans nun auch deutlich mehr in den Stadien geboten werde, darunter Pre-Game-Shows und Half-Time-Shows.