Torwart-Legende sieht für Urbig nur einen Weg zur Nummer eins

Bild: Alex Grimm/Getty Images
Beim FC Bayern teilen sich zwei Torhüter die Einsätze. Zwei Ex-Nationalspieler haben eine klare Meinung dazu, wie es weitergehen sollte.
Oliver Kahn hat sich im Hagedorn-Fußball-Talk zur Torwartfrage beim FC Bayern geäußert. Jonas Urbig habe in seinen letzten Spielen gezeigt, was er kann. Offen sei aber, wie er mit dem Druck umgehe, wenn er wirklich die Nummer eins ist.
Will Urbig im Kampf um den Platz im Tor der Nationalmannschaft bis zur Europameisterschaft noch eine echte Chance haben, müsste der FC Bayern laut Kahn handeln. Dann müsste ihn der Klub „jetzt zur Nummer eins machen“, sagte die Torwartlegende.
Kahn erwartet kein Machtwort
Daran glaubt Kahn allerdings nicht. „Ich gehe davon aus, dass dieses Wechselspiel so weitergehen wird“, sagte er.
Auch Dietmar Hamann hat eine klare Idee. Er hatte bereits in der Vorwoche vorgeschlagen, Urbig bis Weihnachten durchgehend spielen zu lassen, als noch nicht absehbar war, dass Neuer in Madrid zurückkehren würde.
So bekäme man ein Gefühl dafür, wie Urbig damit umgehe, wenn er wisse, dass er die nächsten acht oder neun Spiele im Tor steht. Es sei die Frage, „ob es nicht mal eine sinnvolle Idee wäre zu sagen, der Urbig steht bis Weihnachten im Tor“.
Neuer zuletzt wieder im Tor
Urbig hatte Neuer zuletzt wegen dessen Fußproblemen vertreten, unter anderem im Klassiker gegen Borussia Dortmund. Beim Sieg bei Atlético Madrid stand dann wieder der Kapitän zwischen den Pfosten.
Für Kahn ist deshalb klar, dass sich an der Aufteilung so schnell nichts ändern wird. Ein echtes Bekenntnis zu Urbig als Nummer eins erwartet er vom FC Bayern nicht.