„Tut schon weh“: So half Baumgartner RB Leipzig trotz Zwangspause

Christoph Baumgartner will an die Leistungen vor seiner Verletzung anknüpfen – Foto: Christof Koepsel/Getty Images
Auf dem Platz war er machtlos, doch ganz untätig blieb Christoph Baumgartner während seiner langen Verletzungspause nicht. Der Österreicher versuchte, auch abseits des Rasens Einfluss auf die Entwicklung von RB Leipzig zu nehmen.
Während seine Teamkollegen daheim siegten und auswärts litten, musste der 27-Jährige zuschauen. Bei den Heimspielen war der Offensivspieler zwar regelmäßig im Stadion, doch besonders die Auswärtspartie gegen den FC Bayern setzte ihm zu.
Baumgartner litt vor dem Fernseher mit
„Ja, ich meine, dass das nicht cool und einfach ist, zuzuschauen, ist klar“, erklärte der Österreicher auf Nachfrage von frühes-tor bei der Pressekonferenz vor der Begegnung mit Manchester City am dritten Spieltag der Champions-League-Ligaphase. Die Heimspiele habe er überwiegend im Stadion verfolgt, was angesichts der positiven Ergebnisse noch vergleichsweise entspannt gewesen sei. Anders sah es bei den Auswärtsspielen aus: „Klar, wenn du dir dann so Spiele wie auswärts gegen Bayern vom Fernseher anschaust, das tut dann schon weh.“ Das 1:6 in der Allianz Arena Mitte Oktober stellte aus RB-Sicht den bisherigen Tiefpunkt der Saison dar.
Doch Baumgartner wollte während seiner viermonatigen Zwangspause nicht nur Zuschauer sein. „Trotzdem habe ich versucht, so gut es geht, einfach mit den Jungs Gespräche zu führen. Auch mit dem Trainer“, so der Offensivspieler. Dabei ging es auch um mögliche Verbesserungen: „Wir waren immer im Austausch: Was fällt mir auf? Was kann man in die Mannschaft vielleicht ein Stück weit mit reinbringen?“
„Baumi“ greift wieder an
„Trotzdem ist es natürlich so, dass dir ein Stück weit die Hände gebunden sind“, verriet „Baumi“. Erst mit der Rückkehr auf den Trainingsplatz Anfang Oktober konnte er wieder unmittelbarer auf die Mannschaft einwirken. Bei aller Unterstützung abseits des Rasens setzt der österreichische Nationalspieler seine Prioritäten aber klar: „Trotzdem geht es in erster Linie darum, für mich meine eigene Leistung auf den Platz zu bringen. Damit kann ich der Mannschaft am meisten helfen.“
Mit drei Treffern und einer Vorlage seit seiner Rückkehr lässt er seinen Worten bereits Taten folgen. Inzwischen ist der RB-Profi sogar fit genug, um wieder von Beginn an zu spielen. Coach Martin Demichelis kündigte bereits bei der Presserunde vor der Begegnung mit Manchester City an, dass Baumgartner in der Startelf stehen werde. Zudem erhielt er die Nationalmannschaftsnominierung von Ralf Rangnick für die kommende Länderspielpause (Irland, 14. November und Israel, 17. November). Trotzdem betont der 58-Malige Nationalspieler: „Fakt ist auch, dass ich dort höchstwahrscheinlich nicht zweimal 90 Minuten spielen werde. Wir haben wirklich alle zusammen versucht, das Ganze clever anzugehen. Es ist einfach noch nicht möglich, jetzt über Wochen hinweg jedes Spiel voll durchzuspielen.“