BVB-Profi überrascht: Ist er der eigentliche Königstransfer?

Bild: Alex Grimm/Getty Images
Im Topspiel gegen Bayern überraschte der BVB mit einer neuen Abwehrformation. Ein Verteidiger glänzte dabei auf einer ungewohnten Position.
Joane Gadou hat beim 2:2 von Borussia Dortmund gegen den FC Bayern eine neue Seite von sich gezeigt. Erstmals in dieser Saison ließ Trainer Niko Kovač eine Viererkette spielen, und der eigentliche Innenverteidiger übernahm dabei die rechte Abwehrseite.
Es war Gadous erster Einsatz auf dieser Position, doch davon war wenig zu merken. Er füllte die Rolle aus, als hätte er sie schon immer gespielt.
Mit Tempo gegen Gnabry und Davies
Vor allem seine Geschwindigkeit machte erneut den Unterschied. Gadou stellte Serge Gnabry und sogar den pfeilschnellen Alphonso Davies immer wieder vor Probleme.
Das Tempo war schon bei seiner Verpflichtung eines seiner größten Argumente. Sportdirektor Ole Book hatte ihn damals als extrem schnell bezeichnet, mit viel Entwicklungspotenzial.
Echte Konkurrenz für Ryerson?
Damit stellt sich eine spannende Frage: Könnte Gadou auf der rechten Seite zur echten Alternative werden? Julian Ryerson ist bislang nicht gut in die Saison gestartet, echte Konkurrenz auf seiner Position hatte er bisher aber nicht.
Mit Gadou könnte sich das ändern. Kovač hätte damit eine zusätzliche Option, je nachdem, ob er mit Dreier- oder Viererkette spielen lässt.
Rasante Entwicklung
Bemerkenswert ist auch, wie schnell sich Gadou entwickelt. Zu Saisonbeginn wirkte der 19-Jährige noch unsicher, inzwischen traut er sich auch mit Ball mehr zu und schaltet sich häufiger ins Spiel nach vorne ein.
Dabei war er nicht unumstritten, als er im Sommer für eine feste Ablöse von 19,5 Millionen Euro plus möglicher Boni von Red Bull Salzburg kam. Viele fragten sich, ob ein so junger Spieler diese Summe wert sei.
Vom Fragezeichen zum Königstransfer?
Inzwischen deutet vieles darauf hin, dass sich die Investition auszahlen könnte. Gadou könnte sich als einer der wichtigsten Transfers des Sommers entpuppen.
Auch Kovač ist von seinem Schützling überzeugt. „Joane hat sich richtig gut entwickelt, er macht richtig Fortschritte“, hatte der Trainer erst vor wenigen Tagen im kicker gesagt.