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Nach Vorwürfen gegen Infantino: Kritiker drohen Konsequenzen

Bild: Omar Marques/Getty Images

Jordaniens Verbandschef erhebt schwere Vorwürfe gegen Gianni Infantino und die AFC. Der asiatische Verband weist sie zurück und prüft nun Maßnahmen.

Der Machtkampf um FIFA-Präsident Gianni Infantino verschärft sich. Jordaniens Verbandschef Prinz Ali bin al-Hussein wirft dem Schweizer vor, den jüngsten Kongress der Asiatischen Fußball-Konföderation für seine Wiederwahlkampagne genutzt zu haben. Die AFC hat die Anschuldigungen zurückgewiesen und eine Prüfung möglicher disziplinarischer Maßnahmen angekündigt. Ob und welche Konsequenzen folgen, ist damit noch offen.

AFC verlangt Belege für die Anschuldigungen

Wie Sport1 berichtet, erklärte die AFC, sie nehme „die unbegründeten und völlig haltlosen Anschuldigungen der Nötigung, Bedrohung oder Bestechung sehr ernst“. Solche Vorwürfe müssten durch glaubwürdige Beweise gestützt werden. Die zuständigen Gremien sollen den Sachverhalt nun prüfen. Gegebenenfalls sollen sie „als angemessen erachtete Maßnahmen“ vorlegen.

Al-Husseins Kritik richtet sich gegen die Unterstützung für Infantino, die AFC-Präsident Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa beim Kongress in Tokio ausgesprochen hatte. Der Kontinentalverband stehe „uneingeschränkt“ hinter dem FIFA-Chef, erklärte Salman. Jordaniens Verbandspräsident bezweifelt dagegen, dass diese Position aus einer offenen Debatte hervorgegangen ist. „Tatsächlich durfte jedoch niemand das Wort ergreifen, Fragen stellen, diskutieren oder mit den Medien sprechen“, schrieb er bei X.

Nach Darstellung al-Husseins hatten die ersten beiden Kongresstage noch im Zeichen des Fußballs gestanden. Der letzte Tag sei hingegen „reine Politik – auf Betreiben von Gianni Infantino“ gewesen. Bereits im Sommer hatte er dem Weltverband vorgeworfen, Prämien zurückzuhalten, um seine Unterstützung für Infantino zu erwirken. Die AFC bestreitet die gegen sie erhobenen Anschuldigungen; ihre angekündigte Prüfung ist bislang keine Entscheidung über eine Sanktion.

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