Schmutziger Fußball: Auf diese drei großen Skandale braucht es Antworten

Bild: Rich Storry/Getty Images
England, Spanien oder Türkei: Der europäische Fußball wirkt aktuell von großen Skandalen geplagt. Es braucht Aufklärung und Konsequenzen.
Ganz gleich, was passiert, das Fußballgeschäft läuft in der Regel immer weiter. Doch derzeit gibt es drei große Skandale im europäischen Fußball, auf die noch Antworten und Konsequenzen folgen müssen.
Abstieg für Manchester City durch Punktabzug?
Ganz oben auf der Liste steht der Skandal um Manchester City. Der Verein wurde von der Premier League in über 100 Anklagepunkten für schuldig befunden. In Kurzfassung geht es darum, dass Manchester City sich den Erfolg in den 2010er-Jahren dadurch erkauft hat, dass es bei der Einnahmebilanz zu unerlaubten Tricks gegriffen hat. Durch vermeintlich erwirtschaftete Einnahmen über Sponsoren war die Verpflichtung teurer Spieler und Mitarbeiter erst möglich, die dann wiederum die Titel einfuhren.
Manchester City stellt sich auf lange Berufungsprozesse ein, während die Premier League darauf wartet, nun endlich eine Sanktion auszusprechen. Gerüchte über einen hohen Punktabzug, der zum Abstieg von Manchester City führt, machen derzeit die Runde.
„Barca-Gate“ wird noch untersucht
Ein zweiter großer Skandal stammt aus Spanien. Die Fans von Real Madrid entrollten in der Champions League wieder ein Banner zum Thema „Barca-Gate“: „No impunity for Negreira“ – „Keine Straffreiheit für Negreira“, forderten die Fans der Königlichen.
Bei dem Skandal geht es um den Vorwurf, dass der FC Barcelona zwischen 2001 und 2018 insgesamt rund 7,4 bis 8,4 Millionen Euro an Firmen von José María Enríquez Negreira gezahlt hat. Negreira war zu dieser Zeit der Vizepräsident des spanischen Schiedsrichterausschusses.
Folglich glauben die Königlichen, dass viele Entscheidungen im Schiedsrichterwesen bewusst gegen sie ausgesprochen wurden – zum Wohle und für mehr Titel des FC Barcelona. Barcelona spricht von einer im Fußball nicht ungewöhnlichen beratenden Kooperation.
Der Fall wird weiterhin von der Staatsanwaltschaft untersucht, aber auch dieser Skandal zieht sich enorm in die Länge. Im extremen Fall könnten den FC Barcelona noch sehr harte Strafen erwarten. Es gibt Gerüchte um die Aberkennung von Titeln.
Wettmanipulation in der Türkei
Der dritte große Skandal im europäischen Fußball stammt aus der Türkei. Im Kern ging es dabei 2025 los, als 149 Schiedsrichter im Zusammenhang mit möglichen Wettmanipulationen gesperrt wurden. Im Herbst 2026 mussten nun auch der oberste Schiedsrichterchef und weitere Führungspersönlichkeiten in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Manipulation von Spielen. Gleichzeitig gerieten auch über 400 Funktionäre unter Verdacht, etwas Unlauteres getan zu haben. Bei diesem Skandal hat man den Eindruck, dass er überhaupt kein Ende nimmt.
So schön Fußball auch sein kann: Er ist auch schmutzig!