Hoeneß wütend über Länderspielpause: „Eine Katastrophe“

Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images
Uli Hoeneß kritisiert die lange Länderspielpause und die Nations League scharf. Bayern-Präsident Herbert Hainer gibt ihm Rückendeckung.
Uli Hoeneß hat die lange Länderspielpause nach dem 2:2 des FC Bayern beim FC Augsburg scharf kritisiert. Der Rekordmeister verpasste durch das Remis den Sprung an Borussia Dortmund vorbei an die Tabellenspitze. Besonders der frühe Zeitpunkt der Unterbrechung ist dem Ehrenpräsidenten ein Dorn im Auge. Gegenüber Bild bezeichnete er es als „eine Katastrophe, vier Wochen nach Bundesliga-Beginn schon zwei Wochen Pause zu machen“.
Hoeneß nimmt auch die Nations League ins Visier
Während der Länderspielphase waren zahlreiche Bayern-Profis mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Hoeneß machte das Ausmaß deutlich: „Wir haben 18 Spieler auf Reisen gehabt. Dass da der Rhythmus verloren geht, ist doch ganz normal.“ Hinzu kommt die durch die Weltmeisterschaft verkürzte Saisonvorbereitung. Für Hoeneß sind die Münchner „der große Leidtragende dieser langen WM“.
Besonders deutlich wurde der 74-Jährige bei seiner Kritik an der Nations League. Den Wettbewerb bezeichnete er als „albernen Wettbewerb“, dessen Bevorzugung sei „der Witz des Jahres“. Auch die Vereine nahm Hoeneß in die Pflicht. Seine Begründung für mehr Gegenwehr: „wir bezahlen die Spieler und nicht die Nationalmannschaften“. Wie Sport1 einordnet, richtet sich die Kritik des Bayern-Patrons allerdings an die falsche Adresse: Für den internationalen Spielkalender ist die FIFA und nicht die UEFA verantwortlich.