Richtungsweisendes Spiel: Steht dieser Bundesliga-Coach vor dem Aus?

Bild: Selim Sudheimer/Getty Images
Der 1. FC Köln ist durchwachsen in die neue Saison gestartet. Trainer René Wagner steht öffentlich in der Kritik, doch der Verein hält vorerst an ihm fest.
Am Sonntag empfängt der 1. FC Köln den Erzrivalen Borussia Mönchengladbach zum Derby. Die Gäste reisen mit dem neuen Coach Alexander Blessin an, während bei den Gastgebern Trainernovize René Wagner im Fokus der Kritik steht.
Wagner holte erst zwei Siege
In dieser Saison holte Köln erst vier Punkte, obwohl Superstar Said El Mala gehalten werden konnte und die Mannschaft generell verstärkt wurde. Wagner war in der vergangenen Saison zunächst Co-Trainer unter Lukas Kwasniok, ehe er Ende März als Chefcoach übernahm. In insgesamt elf Ligaspielen stehen für ihn jedoch erst zwei Siege mit dem 1. FC Köln zu Buche.
„Am Anfang einer Trainerlaufbahn ist es natürlich wichtig, Siege einzusammeln“, sagte Wagner einsichtig gegenüber dem kicker. Er machte zudem keinen Hehl daraus, dass er die weitverbreitete Skepsis gegenüber seiner Person wahrnimmt. „Was drumherum passiert, nehme ich natürlich wahr“, betonte Wagner und ergänzte: „Es ist gerade auch relativ schwer, das nicht wahrzunehmen. Mir ist bewusst, dass diese Stimmen auftauchen. Das ist, glaube ich, auch okay.“
Kessler steht hinter Wagner
Muss sich Wagner also um seinen Job sorgen? Bislang hat der 38-Jährige den wichtigsten Funktionär des 1. FC Köln auf seiner Seite: Sportgeschäftsführer Thomas Kessler. Intern wird dem Trainer weiterhin die volle Unterstützung ausgesprochen. Wagner selbst drückt es so aus: „Am Ende zählt die Kommunikation, die ich intern mit den Menschen habe, die hier verantwortlich sind. Da gibt es diese Stimmen nicht.“
Dennoch merkt der kicker an: „Dass sich das bei anhaltendem Misserfolg ändern würde, ist neben Wagner auch jedem im FC-Umfeld klar.“ Das Derby gegen Gladbach wird für den Trainer somit zu einer richtungsweisenden Partie.