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Nach 0:7-Debakel: Werder will in Dortmund ein anderes Gesicht zeigen

Bild: Stuart Franklin/Getty Images

Werder Bremen reist nach einer Klatsche in der Länderspielpause zum Spitzenreiter. Der Trainer fordert eine klare Reaktion.

Beim Test bei Twente Enschede kassierte Werder Bremen eine 0:7-Niederlage, nach 21 Minuten lag die Mannschaft schon mit 0:4 zurück. Am Freitagabend (20.30 Uhr) wartet nun Borussia Dortmund, das alle vier Bundesliga-Spiele gewonnen hat.

Trainer Daniel Thioune machte auf der Pressekonferenz am Donnerstag klar, dass sich der Auftritt aus den Niederlanden nicht wiederholen darf. „Mit der Einstellung in dem Spiel werden wir es nicht schaffen, in der Bundesliga zu bestehen, und erst recht nicht, Punkte zu holen“, sagte er laut kicker.

Hein dabei, Agu fällt aus

Personell gibt es Licht und Schatten: Linksverteidiger Felix Agu verletzte sich in Enschede bei seiner Rückkehr in die Startelf erneut an der Wade und fehlt. Torhüter Karl Hein, der mit muskulären Problemen vorzeitig von der estnischen Nationalmannschaft abgereist war, soll dagegen spielen.

„Ich gehe davon aus, dass er spielen wird“, sagte Thioune über den 24-Jährigen. Auch Mitchell Weiser, der nach starken Joker-Einsätzen erstmals wieder begann, traut der Coach mehr zu: „Ich sehe da definitiv schon eine Halbzeit.“

Fehlen werden dagegen Jens Stage und Senne Lynen, die Thioune inzwischen als Vize-Kapitäne bestätigt hat. Den Mannschaftsrat hat Werder nach Rücksprache mit den Spielern auf das Kapitänstrio um Marco Friedl verkleinert.

Füllkrug vor einer Premiere

Umso wichtiger wird Niclas Füllkrug, der zuletzt dreimal in Folge traf und in Enschede die Kapitänsbinde trug. In vier Spielen hintereinander hat er in seiner Karriere noch nie getroffen, für Thioune augenzwinkernd eine „Riesenchance“.

Ganz chancenlos ist Werder in Dortmund jedenfalls nicht: Nach vier Spielen hat das Team die zweitbeste Zweikampfquote der Liga.

Gefragt ist vor allem Widerstandsfähigkeit. Wichtig sei, „dass wir sehr resilient sind, eine Menge aushalten können und dann in der Lage sind, Nadelstiche zu setzen“, betonte Thioune.

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