Minijob-Zeiten vorbei: Marie-Louise Eta verrät, was Fußballerinnen verdienen

Bild: Maja Hitij/Getty Images
Die Zeiten, in denen Bundesligaspielerinnen auf Minijob-Basis auf Torejagd gingen, sind vorbei, betont Marie-Louise Eta.
Vor wenigen Wochen sorgte Marie-Louise Eta für weltweite Schlagzeilen, als sie im Schlussspurt der Männer-Bundesliga Union Berlin trainierte und den Klassenerhalt errang.
Trainerin von Union Berlin
Derzeit ist Eta die Cheftrainerin von Union Berlin in der Frauen-Bundesliga und war zu Gast im Podcast „Flatterball“ von Ex-Nationalspieler Max Kruse und Ex-Bundesliga-Profi Martin Harnik.
Dort verriet Eta auch, wie es um die Bezahlung von Profi-Fußballerinnen in Deutschland steht. „Zu meiner Zeit gab es noch viele Spielerinnen, die haben noch auf Minijob-Basis Fußball gespielt. Jetzt hat man, glaube ich, ein Durchschnittsgehalt von 5000 oder 6000 Euro brutto im Monat“, sagte Eta.
Natürlich variiert das Ganze auch bei den Frauen. Beim FC Bayern sind in der Spitze Monatsgehälter von 10.000 bis 25.000 Euro möglich. „Viele Spielerinnen können jetzt auch davon leben, sind Profis“, stellte Eta fest.
Rahmenbedingungen für Frauenfußball verbessern
Allerdings wünscht sie sich noch eine größere Entwicklung im Frauenfußball: „Viel wichtiger ist, dass wir auch an Rahmenbedingungen und an den Strukturen arbeiten. Und dann natürlich auch die Qualität erhöhen. Wir dürfen jetzt nicht nur oben anfangen und die erste Frauen-Bundesliga pushen, sondern müssen auch schauen, was Trainerqualifikationen, Nachwuchsarbeit und Nachwuchsförderung angeht. Damit dann auch diese Schere nicht zu groß wird.“