Bundesliga

„Ihr seid feige Schweine“: Bundesliga-Urgestein erinnert sich an bitterstes Aus

BildChristof Koepsel/Getty Images for DFB

Eine Entlassung beschäftigt ihn noch mehr als sechs Jahre später. Nun spricht ein Bundesliga-Urgestein ungewöhnlich offen über das damalige Aus.

Friedhelm Funkel hat in seiner langen Trainerkarriere zahlreiche Klubs erlebt. Eine Trennung beschäftigt den inzwischen 72-Jährigen allerdings bis heute besonders: sein Aus bei Fortuna Düsseldorf im Januar 2020. Wie Sport1 unter Berufung auf ein Interview mit dem Magazin 11Freunde berichtet, blickte Funkel nun noch einmal ausführlich auf die damaligen Ereignisse zurück.

Funkel erinnert sich an heftige Reaktion

„Das war die schlimmste Entlassung meines Lebens“, sagte der ehemalige Bundesliga-Trainer. „Weil ich sie nicht erwartet habe und sie noch heute für völlig unnötig halte. Und weil ich sie einfach nicht verstehen konnte.“ Fortuna Düsseldorf hatte sich damals mitten im Bundesliga-Abstiegskampf von Funkel getrennt. Besonders bemerkenswert: Einen Tag zuvor war er noch zum Trainer des Jahres der Stadt Düsseldorf gewählt worden.

Funkel erinnerte sich im Interview auch an den Morgen seiner Entlassung. „Was mich stutzig gemacht hat, war, dass niemand vom Vorstand da war. Am nächsten Morgen hat Lutz Pfannenstiel schon fünfmal versucht gehabt, mich zu erreichen.“ Kurz darauf folgte das Gespräch mit der Klubführung. Funkel fand dabei nach eigener Erinnerung deutliche Worte. „Ihr seid feige Schweine“, habe er den Verantwortlichen zugerufen. Anschließend verließ er den Raum.

Für Funkel hatte die Trennung auch Auswirkungen auf seine weitere Karriere. Eigentlich sollte Düsseldorf seine letzte Trainerstation werden. „So kannst du nicht aufhören, obwohl ich ja gesagt hatte, ich trainiere keine andere Mannschaft mehr als Fortuna Düsseldorf“, erklärte er. Dabei hatte Funkel den Klub 2016 übernommen, später in die Bundesliga geführt und dort 2018/19 als Aufsteiger auf Rang zehn gebracht. Nach seinem Düsseldorfer Aus folgten schließlich noch Engagements beim 1. FC Kaiserslautern und zweimal beim 1. FC Köln.

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