Erst das Debakel, jetzt Dortmund: Werder vor echter Bewährungsprobe

Bild: Stuart Franklin/Getty Images
Werder Bremen will die Testspiel-Klatsche schnell abhaken. Ausgerechnet jetzt wartet mit dem BVB allerdings die schwerste Aufgabe der Saison.
Werder Bremen steht am Freitagabend (20.30 Uhr) vor einer schwierigen Aufgabe. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune gastiert bei Borussia Dortmund, das nach vier Spieltagen mit der makellosen Bilanz von zwölf Punkten an der Tabellenspitze steht. Während der BVB bislang lediglich zwei Gegentore kassiert hat, mussten die Bremer bereits achtmal hinter sich greifen.
Thioune fordert klare Reaktion von Werder
Die jüngste 0:7-Niederlage im Testspiel gegen den FC Twente Enschede hat zudem einige Fragen aufgeworfen. Eigentlich verlief der Saisonstart für Werder durchaus ordentlich. Sieben Punkte aus den ersten vier Bundesligaspielen bedeuten derzeit den achten Tabellenplatz. Zuletzt feierten die Grün-Weißen einen 3:2-Erfolg gegen den FC Augsburg. Defensiv zeigte sich die Mannschaft allerdings nicht immer sattelfest. Im Schnitt kassierte Werder bislang zwei Gegentreffer pro Partie.
Wie anfällig die Bremer sein können, zeigte sich am vergangenen Freitag beim Test gegen Twente Enschede. Bereits zur Halbzeit lag Werder mit 0:6 zurück, am Ende stand eine deutliche 0:7-Niederlage. Zwar fehlten aufgrund der Länderspielpause zahlreiche Nationalspieler, doch auch mehrere etablierte Profis standen auf dem Platz. Trainer Daniel Thioune fand anschließend deutliche Worte. „Wir haben einen Denkzettel bekommen, dass wir nicht ohne 100 Prozent Widerstandsfähigkeit, Bereitschaft und Qualität auftreten dürfen“, erklärte der 52-Jährige nach Angaben von Sky Sport. Als Konsequenz strich er seiner Mannschaft den ursprünglich vorgesehenen freien Samstag
Mit Borussia Dortmund trifft Bremen nun auf einen Gegner, der sich bislang sowohl offensiv als auch defensiv in starker Verfassung präsentiert. Alle vier Bundesligaspiele gewann die Mannschaft von Niko Kovac, lediglich zwei Gegentore ließ der BVB dabei zu.
Für die Bremer wird es deshalb vor allem darauf ankommen, defensiv stabiler aufzutreten und die Fehler aus dem Twente-Spiel zu vermeiden. Erschwerend kommt hinzu, dass Felix Agu verletzungsbedingt ausfällt und auch hinter Torhüter Karl Hein zuletzt ein Fragezeichen stand. Werder muss somit ausgerechnet beim Tabellenführer zeigen, dass das Testspiel-Debakel keine nachhaltigen Spuren hinterlassen hat.