„Die Spieler müssen Schmerzen aushalten“: Bobic über Kovac beim BVB

Bild: Christof Koepsel/Getty Images
Fredi Bobic kennt Niko Kovač so gut wie kaum ein anderer. Jetzt hat er erklärt, warum der BVB unter dem Kroaten so stark auftritt.
Niko Kovač erlebt gerade eine besondere Zeit bei Borussia Dortmund. Der Start in die Saison lief optimal, das Team steht an der Spitze der Bundesliga.
Jetzt hat sich Fredi Bobic zu seinem ehemaligen Weggefährten geäußert. Die beiden spielten von 2003 bis 2005 gemeinsam bei Hertha BSC und gewannen später als Sportvorstand und Trainer mit Eintracht Frankfurt den DFB-Pokal 2018. Im Interview mit dem kicker spricht Bobic nun über den Erfolg seines früheren Mitspielers beim Tabellenführer aus Dortmund.
Bobic sieht beim BVB eine stabile Mannschaft mit klarem System und einem enormen Umschaltspiel. „Das passt alles zu ihm“, sagte er.
„Schmerzen aushalten“
Kovač verlange von seinen Spielern genau die Eigenschaften, die er selbst als Profi hatte, erklärt Bobic. „Die Spieler müssen bei ihm schon Schmerzen aushalten, es geht nicht nur um fußballerische Lösungen.“
Auch die Offensivkräfte müssten sich darauf einstellen, nach hinten zu arbeiten. Als Spieler, die Kovačs Vorstellungen genau umsetzen, nennt Bobic Waldemar Anton, Nico Schlotterbeck und Felix Nmecha.
Gräser statt Fleisch
Dabei gehe Kovač immer wieder neue Wege, in Frankfurt holte er einst sogar Ernährungswissenschaftler ins Team. Nicht bei allen kam das gut an: „Am Ende gab es für die Spieler gefühlt nur Gräser und kein Fleisch mehr, da ist ein Argentinier wie David Abraham etwas aggressiv geworden.“
Den entscheidenden Entwicklungsschritt sieht Bobic in Kovačs Zeit bei der AS Monaco, die er in die Champions League führte. Dort sei er noch ruhiger und gelassener geworden.
In Dortmund ruhe er nun in sich, findet Bobic. „Jetzt ist er der beste Niko Kovac, den man haben kann.“