Nach DFB-Kritik: Hoeneß stellt sich deutlich vor Vagnoman

Bild: Alex Grimm/Getty Images
Josha Vagnoman musste nach seinem DFB-Einsatz Kritik einstecken. VfB-Trainer Sebastian Hoeneß kann die Bewertung seines Spielers nicht nachvollziehen.
Sebastian Hoeneß hat Josha Vagnoman nach dessen Länderspielreise deutlich den Rücken gestärkt. Der Rechtsverteidiger des VfB Stuttgart stand bei Deutschlands 0:1 gegen Griechenland erstmals unter Jürgen Klopp in der Startelf und absolvierte die kompletten 90 Minuten.
Hoeneß lobt Vagnomans Entwicklung
Anschließend fiel die Bewertung des Stuttgarters teilweise kritisch aus. Hoeneß hält davon wenig. Auf die Einschätzung, Vagnoman und Teamkollege Chris Führich hätten eine enttäuschende Länderspielphase erlebt, reagierte der VfB-Coach laut den Stuttgarter Nachrichten deutlich: „Da muss ich widersprechen.“ Über manche Bewertungen habe er sich „sehr gewundert“.
Vagnoman hatte gegen Griechenland zwar nicht seinen besten Auftritt erwischt, gehörte allerdings auch zu einer deutschen Mannschaft, die insgesamt große Probleme entwickelte. Hoeneß sieht deshalb keinen Grund, seinen Außenverteidiger nach diesem Spiel grundsätzlich infrage zu stellen. Vielmehr verweist der Trainer auf dessen Entwicklung beim VfB. Nach einer schwierigen Ausgangslage vor der Saison erkämpfte sich Vagnoman wieder eine wichtige Rolle und steuerte bislang bereits zwei Tore und zwei Vorlagen bei. Im Sommer stand sogar noch ein Wechsel zu Hull City im Raum, der letztlich an der Ablöse scheiterte.
Hoeneß wünscht sich deshalb für seinen Spieler „etwas mehr Kredit, das hat er sich verdient“. Zudem bezeichnete er den 25-Jährigen als „professionell und einen feinen Kerl“. Für Vagnoman dürfte es nun vor allem darum gehen, seine Entwicklung beim VfB fortzusetzen. Sein Trainer hat jedenfalls deutlich gemacht, dass er die öffentliche Kritik an seinem Rechtsverteidiger nicht teilt.