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Nach Fan-Festnahme: Werder will Polizeieinsatz aufarbeiten

Bild: Stuart Franklin/Getty Images

Nach Werders Sieg gegen Augsburg sorgt ein Polizeieinsatz weiter für Diskussionen. Fans und Polizei schildern den Vorfall unterschiedlich.

Der 3:2-Heimsieg von Werder Bremen gegen den FC Augsburg wird von einem Polizeieinsatz nach der Partie überschattet. Einsatzkräfte nahmen am Ostkurvensaal einen Werder-Fan fest. Daraufhin kam es zu Auseinandersetzungen mit weiteren Anhängern. Die Polizei setzte dabei auch Pfefferspray ein. Auch die Deichstube berichtet über den Vorfall.

Werder will Vorfall aufarbeiten

Hintergrund der Festnahme waren Ermittlungen nach Vorfällen bei einem früheren Auswärtsspiel in Wolfsburg. Die Einsatzkräfte griffen die gesuchte Person nach dem Augsburg-Spiel im Bereich von Tor 4 auf. Auf dem Weg in einen geschützten Bereich spitzte sich die Situation anschließend zu.

Die Polizei berichtet von Angriffen auf die Einsatzkräfte und von Versuchen, den Festgenommenen zu befreien. Deshalb habe man Reizgas „gezielt erst mal gegen die Angreifer“ eingesetzt. Mindestens eine Person musste anschließend medizinisch behandelt werden.

Die Grün-Weiße Hilfe widerspricht dieser Darstellung allerdings und kritisiert einen „brutalen Polizeieinsatz“. Nach Angaben der Fan-Rechtshilfe verletzte das eingesetzte Pfefferspray mehrere Menschen. Zudem kritisiert die Organisation den Ort des Zugriffs, weil sich dort zahlreiche Fans aufhielten und auch Menschen mit Beeinträchtigungen den Bereich nutzen.

Auch Werder Bremen beschäftigt der Vorfall. „Natürlich werfen solche Vorfälle Fragen auf“, erklärte Vereinssprecher Christoph Pieper gegenüber „buten un binnen“. Deshalb will der Klub die Geschehnisse nun gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern aufarbeiten. Außerdem soll der Vorfall in der Bremer Stadionallianz zur Sprache kommen. Dort arbeiten unter anderem Werder, Polizei, Innenressort und Fanprojekt zusammen.

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