1000 und 1 Debüt: Spätstarter wird Nationalspieler Nr. 1001

Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images
Nach 1000 Debütanten in der DFB-Geschichte war es ein Spätstarter aus Ahrensburg, der mit 28 Jahren zur Nummer 1001 wurde.
Als Vitaly Janelt in der 88. Minute für Aleksandar Pavlović auf den Rasen der Allianz Arena lief, war sein DFB-Märchen perfekt. Der Mittelfeldspieler vom FC Brentford wurde damit zum 1001. Nationalspieler in der Geschichte.
Es war ein Abend voller Premieren, denn neben Janelt debütierten auch Jonas Urbig, Derry Scherhant, Said El Mala und Mika Baur. Baur wurde dabei zum Jubiläums-Debütanten mit der Nummer 1000, Janelt folgte nur wenige Minuten später.
Der lange Weg aus Ahrensburg
Janelts Reise begann im schleswig-holsteinischen Ahrensburg und führte über den HSV und die zweite Mannschaft von RB Leipzig zum VfL Bochum. 2020 wechselte der gebürtige Hamburger nach England, wo er mit Brentford gleich in die Premier League aufstieg.
Seitdem hat er über 160 Premier-League-Spiele bestritten, mit der U21 wurde er 2021 Europameister. Auf den Anruf für die A-Nationalmannschaft musste er trotzdem bis zum Alter von 28 Jahren warten.
Ohne Bundesliga zum DFB
Damit gehört Janelt nun zu einem exklusiven Kreis: Er debütierte für Deutschland, ohne je ein Bundesliga-Spiel bestritten zu haben. Vor ihm gelang das laut kicker nur Robert Huth, Thomas Hitzlsperger, Shkodran Mustafi, Robin Gosens und Karim Adeyemi, am selben Abend kam auch Mika Baur hinzu.
Seine Rolle passt dabei perfekt zu Klopps Fußball, denn der Brentford-Profi gilt als laufstark und zweikampfstark. Wie er sich selbst sieht, hatte er schon vor dem Spiel verraten: „Ich erledige die sogenannte Drecksarbeit.“