UEFA-Strafe: Darum bleibt ein Block in München fast leer

Bild: Alex Grimm/Getty Images
Beim Länderspiel gegen Serbien am Donnerstag wird ein Teil der Allianz Arena anders aussehen als gewohnt. Der Grund ist eine Strafe der UEFA.
Der Gästeblock wird beim dritten Länderspiel unter Jürgen Klopp weitgehend leer bleiben, darauf wies der DFB beim Werben um die letzten Tickets hin. Hintergrund ist eine Sanktion, die die UEFA bereits im Dezember 2024 gegen Serbien verhängt hatte.
Damals bestrafte der Verband Serbien wegen „rassistischer und/oder diskriminierender“ Handlungen seiner Fans. Neben einer Geldbuße von 173.000 Euro gab es Teilsperrungen bei zwei Heimspielen und ein Verbot des Gästeticketverkaufs für die nächsten zwei UEFA-Auswärtsspiele.
Teile des Blocks für deutsche Fans
Deshalb erhielt der serbische Verband diesmal nicht das übliche Kartenkontingent. Ganz verwaist bleibt der Block trotzdem nicht, denn die UEFA hat Teile davon für den DFB freigegeben, der dort Tickets für 25 Euro anbietet.
Insgesamt werden in München über 60.000 Zuschauer erwartet. Zum Vergleich: In Amsterdam waren es rund 51.000, beim 0:1 gegen Griechenland in Augsburg knapp 29.000.
Serbiens Fans wenden sich ab
Ob Serbien den Gästeblock überhaupt gefüllt hätte, ist laut kicker ohnehin fraglich. Viele Anhänger haben sich in der Heimat aus unterschiedlichen Gründen vom Nationalteam abgewandt, sportlich steht die Mannschaft nach zwei Niederlagen in der Nations League unter Druck.
Für die Münchner Behörden dürfte die Situation dagegen eine Entlastung sein. Die Partie fällt mitten in die Wiesn-Zeit, zudem kam es bei der EM 2024 in München zu Ausschreitungen unter Beteiligung serbischer Fans.